(Rund um den) Marienplatz; seit dem
Mittelalter der zentrale Platz, hier wurden und werden Veranstaltungen
und Feste abgehalten.
Altes Rathaus ***; war gleichzeitig Torturm der ersten Stadtmauer.
Heute befindet sich das Spielzeugmuseum in seinen Räumen.
Neues Rathaus ****; von 1908 in der sog. Zuckerbäcker-Gotik,
beherbergt das Glockenspiel ****, das tägl. um 11:00 Uhr, zum einen
den Schäfflertanz darstellt und zum anderen das Ritterturnier anläßlich
der Hochzeit des bayerischen Herzog Wilhelm mit seiner lothringischen Braut
Renata, bei dem ein lothringischer Ritter zu betrügen versuchte. Abends
um 21:00 Uhr wird dort das "Münchener Kindl", das eigentlich einen
ausgewachsenen Mönch darstellt zu Bett gebracht.
Mariensäule ****; aus dem 17 Jhdt. erinnert an den Abzug
der Schweden im 30 jährigen Krieg. Vier Putti kämpfen gegen einen
Löwen, einen Drachen, eine Schlange und einen Basilisk, die vier Sinnbilder
für Krieg, Hunger, Unglauben und Pest.
Fischbrunnen *; beliebter Treffpunkt der Münchener.
Dort wird jährlich der sog. "Metzgersprung" durchgeführt
und am Aschermittwoch waschen die Münchener dort ihren Geldbeutel, damit
wärend des Jahres das Geld nicht ausgeht. Es wird auch, vom
Oberbürgermeister höchst persönlich, das Stadtsäckel gewaschen.
Geholfen hat´s bisher noch nichts!
"Alter Peter" *****; auch Peterskirche oder St. Peter, was
freilich kein Münchener sagt, ist die älteste Pfarrkirche des
einstigen München (ca. 11 Jhdt.). Bemerkenswert sind die acht Uhren
am Turm, die Karl Valentin zu der Überlegung hinreißen ließen,
daß acht Leute gleichzeitig auf die Uhr sehen können. Eine Turmbesteigung
ist empfehlenswert (kein Lift).
Hl. Geist Kirche; aus dem 14. Jhdt. war eine Spitalkirche.
Sehenswerter Innenraum, der von den Gebrüder Asam barockisiert wurde.
Viktualienmarkt *****; (lat. Lebensmittel), ist trotz seines
Betriebes der gemütlichste Platz Münchens. Hier werden Weine,
neben Wildbret, Käse, Eier, Obst und Gemüse feilgeboten. Hier
befinden sich auch die Brunnen und Denkmäler der großen Münchener
Volkssänger und Schauspieler: Karl Valentin, Liesl Karlstadt, Weiß
Ferdl, Roider Jackl und Ida Schumacher. Hier tanzen am Faschingsdienstag
die Marktfrauen. Außerdem kann man sich hier bei schönem Wetter
im Biergarten unterhalb des Maibaums niederlassen.
Löwenturm **; Wasserturm aus dem 15 Jhdt.
War nicht Teil der Stadtbefestigung.
Rindermarkt *; Malerische Brunnenanlage, die an den ehemaligen
Viehmarkt erinnert.
Frauenkirche ***** (Kirche zu unserer lieben Frau; Dom);
im gotischen Stil von Jörg Ganghofer erbaut, wurde der Innenraum *****
endlich, nach den Kriegsbeschädigungen, zur 500 Jahr Feier 1994 wieder
hergerichtet. Am Eingang befindet sich ein Fußabdruck, der vom Teufel
selbst stammt. Nach der Legende wollte sich der Teufel den neuen prächtigen
Bau zu München ansehen. Als er den Dom betrat erblaßte er vor
Neid, aber plötzlich bemerkte er, daß die Leute vergessen hatten
Fenster einzusetzen (von diesem Standpunkt verdeckten die Säulen und der
damalige Hochaltar alle Fenster). So stampfte er vor Freude, so fest mit dem Fuß
auf, daß der Abdruck zurückblieb. Ihr könnt ja bei Euerem Besuch
einmal testen, ob er mit Euerem übereinstimmt!
Richard-Strauss-Brunnen ***; Brunnen zum Gedenken an den
Münchener Strauß, aus dessen Feder der Rosenkavalier stammt,
mit dessen Szenen auch der Brunnen dekoriert ist.
Turmwächter Schöner Turm ** (Ecke am Gebäude
Hirmer); einst stand hier einer der Türme der ersten Stadtmauer, in
dem ein Goldschmied seiner Arbeit nachging. Vom König wurde ihm ein
wertvolles Schmuckstück anvertraut, was auf unerklärliche Weise
verschwand. So wurde der arme Mann, dessen Unschuldsbeteuerungen niemand
glaubte zum Tode verurteilt. Nach seiner Hinrichtung fand man bei Renovierungsarbeiten
das Geschmeide in einem Elsternnest. So rehabilitiert, wurde sein Leichnam
feierlich auf den Friedhof am Petersbergl überführt.
Rund um den Isartorplatz
Isrtor ****; östliches Tor der mittelalterlichen Stadtmauer
und als einziges noch im alten Stil erhalten.
Valentin Musäum ***** (direkt im Isartor); Museum mit
allerlei Utensilien von Kalt Valentin und Liesl Karlstadt, bzw. deren Zeit
und anderen querdenkerischen Dingen. Optimal für Anhänger des
hintersinnigen bayerischen Humors. Bei einem Haferl Kaffee und einer "Auszognen"
(kein Nackedei, sondern ein Schmalzgebäck) im Volkssängerkaffee
dürfen dann auch Preißn noch einmal überdenken, ob sie
alle Einlagen verstanden haben. Übrigens: 99-jährige in Begleitung ihrer
Eltern haben freien Eintritt!
Lueg in´s Land ***; Wachturm von 1374. Die Grundreste
sind in der Stadtsparkasse am Isartor zu sehen. Auf dem Vendeliker
Haus in der "Lueg in´s Land"-Gasse ist eine Abbildung zu sehen.
Hofbräuhaus *; das bekannteste Wirtshaus der Welt, einst
gegründet um nicht mehr das teure Bier aus Preußen importieren
zu müssen, ist heute nur noch ein Ort für Amerikaner, Japaner,
Australier und "bundesdeutsche Ausländer". Geht kurz durch und speist
und trinkt dann in einem vernünftigen Biergarten.
Am Platzl *; der Platz vor dem Hofbräuhaus und Name
eines Kabaretts, in dem einstmals solche Größen wie der Weiß
Ferdl auftraten. Heute lauer, fünftklassiker Abklatsch von St. Pauli.
Alter Hof ****; die erste Stadtresidenz der Wittelsbacher
Herzöge aus dem 14 Jhdt.. Wohl jeder gebürtige Münchener
kennt die Legende, die sich um den "Affenerker" **** rankt. Hierhin soll
ein Hofäffchen ein Baby, den späteren Kaiser Ludwig den Bayern,
aus der Wiege entführt haben. Besorgte Münchener seien mit Matratzen
und Tüchern zum Alten Hof gezogen, falls der Affe das Kind fallen
ließe, aber er hätte es später wohlbehalten in die Wiege
zurückgelegt. Daß der Erker erst hundert Jahre nach der Geburt
des einzigen bayerischen Kaiser erbaut wurde, tut der Beliebtheit der Geschichte
übrigens keinen Abbruch.
Rund um den Karlsplatz / Stachus; eigentlich
heißt der Platz vor dem Karlstor ja Karlsplatz, aber der Volksmund
hat ihn schon seit langem Stachus getauft, wegen der Schänke eines
gewissen Eustachius Föderl, die hier einstmals stand. Eine sehr beliebte
Frage bei den Einheimischen, von Preussen auf dem Karlsplatz gestellt,
ist: "Wo geht es denn hier zum Stachus?". Ihr könnt Euch sicher sein,
dann eine große kostenlose Stadtführung zu erhalten!
Karlstor ***; Stadttor aus dem 14. Jhdt.. An der Decke des
Tores befinden sich die Köpfe der berühmtesten Münchener
Originale, z.B. von Xaver Krenkl einem Lohnkutscher, der mit seinem Pferd
die Kutsche des Kronprinzen überholte (was unter Strafe stand) und
meinte "Majestät, wer ko, der ko!" (Wer kann, der kann). Woraufhin
ihm bei der nächsten Gelegenheit der Kronprinz mit seinem gesamten
Gefolge vor die Hofausfahrt fuhr und sich Krenkl mit der Ausfahrt gedulden
mußte, bis der gesamte Staat vorbei war, woraufhin der Kronprinz
meinte: "Ge Krenkl, wer ko, der ko!"
Stachusbrunnen **; moderner Brunnen und beliebter Treffpunkt
junger und jung gebliebener Leute an heißen Tagen.
Justizpalast ****; erbaut 1891 bis 1897 von Friedrich von
Thiersch.
"Brunnenbüberl" ****; lustiger Jugendstilbrunnen, bei
dem ein kleiner Nackedei, von einem Satyr angespuckt wird, nachdem er seinen
Hahn zuhält.
Wittelsbacher Brunnen *****; der wohl schönste Münchener
Brunnen, der anläßlich der ersten Fernwasserleitung für
München 1883 erbaut wurde.
Alter Botanischer Garten ***; Oase der Ruhe in der hektischen
Stadt seit 1813, mit einem klassizistischen Portal und einer Brunnenanlage.
Standort des 1931 abgebrannten Glaspalastes.
Rund um den Sendlinger Torplatz
Sendlinger Tor ***; Stadttor der zweiten Befestigung. Heute
stehen nur noch Teile des ehemaligen Tores.
Asamkirche *****; ein Rokokojuwel in der Sendlinger Straße.
Die Privatkirche des Künstlers Egid Quirin Asam von 1733 verschlang
sein gesamtes Privatvermögen ist aber eine der schönsten Gebäude
Münchens.
Rund um den Odeonsplatz
Feldherrnhalle ***; der bauliche Abschluß der Ludwigsstraße.
Einer Loggia in Florenz nachgebaut, werden hier zwei bayerische Feldherren
(Tilly und Wrede; wobei der Volksmund sagt: "Der eine war kein Bayer und
der andere kein Feldherr") geehrt. Hier wurde 1923 der Hitler-Putsch niedergeschlagen
und später eine "Ehrentafel" für die gefallenen Nazis angebracht.
Vor dieser mußte von der vorübergehenden Bevölkerung "gegrüßt"
werden. Wer dies nicht wollte ging durch die hinter der Feldherrenhalle
liegende Viscardigasse, dem sog. "Drückebergergasserl".
"Theatinerkirche" **** St. Kajetan; ein wenig Italien in
München. Gestiftet von der italienischen Frau des bayerischen Kurfürsten
für die langersehnte Geburt eines Thronfolgers. Mit ihrer gelben Fassade
und ihren barocken Volutentürmchen ist sie ein ganz außergewöhnlicher
Blickfang. In der Gruft können die Gräber einiger Wittelsbacher,
darunter das Stiftsehepaar Kurfürst Ferdinand und Prinzessin Henriette
von Savoyen, besichtigt werden.
Hofgarten ***; mit seinen Arkaden, Blumenrabatten und dem
kleinen Dianatempel ein beliebtes Ziel der Münchener direkt im Stadtzentrum.
Die Ausstrahlung des Gartens hat allerdings sehr gelitten, seit das ehem.
Armeemuseum zum "Straußoleum" bzw. "Amigodrom" ausgebaut wurde und
den Garten jetzt architektonisch ziemlich erschlägt.
Residenz *** (Neue Veste); vier Jahrhundert lang gewachsene
Residenz der Wittelsbacher, die sie vom Herzogtum bis zum Königreich
begleitete. Die Innenräume sind für eine Besichtigung sehr empfehlenswert.
So z.B. die Ahnengalerie *** und das Antiquarium **** , ein Renaissancesaal,
der heute noch für große politische Anlässe genutzt wird.
Ebenfalls in den Räumen der Residenz untergebracht ist das Residenzmuseum
und die Schatzkammer *****
Nationaltheater ****; an einen griechischen Tempel erinnernd,
wurden den Theater zwei Giebel spendiert: auf dem einen Apoll und die neun
Musen, auf dem anderen Pegasus und die Horen. 1811 wurde das Nationaltheater
zum ersten mal gebaut, heute steht fast unverändert der dritte Bau
an gleicher Stelle.
Cuvilliés Theater **** (Altes Residenztheater); im
18. Jhdt. errichtetes Hoftheater von Cuvilliés d.Ä.. 1781 wurde
hier Mozarts "Idomeneo" uraufgeführt.
Jungfernturm *; der verbliebene Teil stellt den letzten erhaltenen
Rest der mittelalterlichen Stadtmauer dar.
Salvatorkirche ***; Durch ihren spitzen Turm eigenwillig
anmutende Kirche von 1493. Hier waren Orlando di Lasso und François
Cuvilliés begraben. Der Friedhof wurde 1789 aufgelassen.
Theatinerstraße *; Münchens schickste (und wohl
teuerste) Einkaufsstraße. Hier haben die großen Modehäuser
und Ausstatter ihre Läden.
Ludwigstraße ***; ist an sich ein geschlossenes klassizistisches
Baudenkmal. Heute ist sie eine wichtige Straße in einer Großstadt.
Bei ihrer Planung war sie die Prunkstraße eines größenwahnsinnigen
Königs Ludwig I (nicht Ludiwig II) hinaus aus der Stadt in den Matsch
des Vorortes Schwabing.
Ludwigs-Maximilians-Universität **; 1826 von Ludwig
I gegründet ist heute eine der größten Deutschlands. Sie war die
Keimzelle der Wiederstandsbewegung "Weiße Rose" im Dritten
Reich. Beachtenswert sind auch die beiden Brunnen, die auf einer platzähnlichen
Weitung der Ludwigstraße stehen und die benachbarte Ludwigskirche.
Schwabing; vom Kuhdorf vor den Toren
Münchens aufgestiegen zum Synonym für Kunst und Intellekt, später
dann Drogen und Schickeria. Heute ist es hier ziemlich ruhig geworden.
Man kann sich aber immer noch in einem der zahlreichen Kaffees, oder des
Abends in den Bars, Theatern oder Discos amüsieren. Hier hat auch
die bekannte "Münchener Lach- und Schießgesellschaft" ihr Domizil.
Siegestor ***; "Dem Sieg geweiht, vom Krieg zerstört,
zum Frieden mahnend" lautet die Inschrift. Leider lesen sie zu wenige Leute.
Das Siegestor ist der Abschluß der Ludwigstraße, hier beginnt
die Leopoldstraße und damit der weltbekannte Stadtteil Schwabing.
Leopoldstraße **; Die Flaniermeile Schwabings. Hier
kann man an schönen Tagen sehen und gesehen werden, oder sich einfach
mit einem Eis begnügen. Vor dem Haus der Münchner-Rückversicherung
findet sich die 17 m hohe Statue "Walking Man" des Amerikaners Jonathan Borofsky.
Außenbereiche
Königsplatz *****; eine klassizistische
Platzschöpfung. Von König Ludwig I in Auftrag gegeben, diente
er den Nationalsozialisten als Aufmarschplatz. Die "nationalsozialistischen
Ehrentempel" wurden von den Amerikanern nach der Befreiung München
gesprengt. Heute dient der Platz für zahlreiche kulturelle Veranstaltungen,
so z.B. das Kino-Open-Air und Klassik-Open-Air.
Propyläen ***; in dorischen Stil ist ein Denkmal für
die politische Liaison zwischen Bayern und Griechenland. König Ludwig
I unterstützte den Befreiungskampf gegen die Türken und sein
Sohn Otto wurde erster König von Griechenland.
Glyptothek *****; mit ionischen Säulen. Sammlung antiker
Skulpturen, darunter der "Barberinische Faun" und die "Ägineten".
Ein Kunsttempel, der zum Meditieren und Lustwandeln einlädt.
Antikensammlung ****; mit korinthischen Säulen. Eine
Sammlung antiker Kleinkunst, griechischem und etruskischem Goldschmuck
und Kleinplastiken aus Terrakotta und Bronze.
Städt. Galerie im Lenbachhaus ****; wunderschön
gelegene Villa des Malers Franz von Lenbach mit Ausstellung von expressionistischen
Meisterwerken.
U-Bahnhof **; Passend zu den überirdischen Bauten und
Sammlungen wurde hier ein Kunstbahnhof geschaffen.
Friedensengel ***; steht auf dem Isarhochufer. Erinnert etwas
an die Berliner Siegessäule, nur daß unser Engel nicht so dick
ist.
Maximilianeum ***; Seit 1949 Sitz des bayerischen Landtags
und des noch existierenden Senat. Ursprünglich als Stiftung von Max
II für die klügsten Knaben (1,0 Abitur, bayerische Eltern und
christliche Gesinnung vorausgesetzt) in´s Leben gerufen, wird seit 1980
(heute im Rückgebäude) dort auch Mädchen freie Kost und
Logis gewährt.
Englischer Garten ****; Münchens „grüne" Lunge ist mit 3,7 qkm
einer der größten und schönsten Landschaftsgärten Europas mit einigen Sehenswürdigkeiten:
Monopterus **; ein kleiner klassizistischer Rundtempel auf einem Hügel
erlaubt einen schönen Blick über die Stadt.
Chinesischer Turm ****; ein runder Holzturm in chinesischem Stil, der von
einem gemütlichem Biergarten umgeben ist.
Kleinhesseloher See **; hier kann man Ruder- oder Tretboote mieten und zur
Insel im See rudern, ganz einfach ein pfundiges Pick-Nick machen bzw. im Seehaus exclusiv essen.
Bavaria ****; die 16 m hohe Bronzefigur steht am Rande der Theresienwiese vor
der Ruhmeshalle und stellt das Pendant zur deutschen Germania dar. Über eine Wendeltreppe
kann man in ihren Kopf steigen.
Neuer Botanischer Garten ***; in unmittelbarer Nachbarschaft zum Nymphenburger
Schloßpark; in den Gewächshäusern und im Freiland werden 14.000 Pflanzenarten kultiviert.
Schloß Blutenburg ***; Das alte, von der Würm umflossene Jagdschloß liegt am
Anfang der Autobahn Stuttgart und ist ein echtes Kleinod.
St. Michael (Berg am Laim) **; Die ehemalige Privatkirche der Wittelsbacher beeindruckt
durch ihre prunkvolle, mit Gold beladene Innenausstattung. Der Innenraum weist das größte freitragende
Tonnengewölbe nach dem Petersdom in Rom auf.
Olympiagelände ****; Hier fanden 1972 die XX. Olympischen Sommerspiele
auf dem ehemaligen Gelände des Militärflughafens Oberwiesenfeld statt. Der 52 m hohe Olympiaberg, einer
der beiden Schuttberge aus dem 2. Weltkrieg, der andere steht in Fröttmaning, beherbergt drei
Hauptsportstätten: das 75.000 Zuschauer fassende Olympiastadium, die als Mehrzweckhalle gebaute
Olympiahalle mit 14.000 Plätzen und die Olympiaschwimmhalle. Das ganze wird von einer riesigen
Zeltdachkonstruktion ***** überspannt. Der 290 m hohe Fernsehturm **** ist das Wahrzeichen des Olympiageländes.
IGA-Gelände ***; 1983 fand in München die Internationale Gartenausstellung
statt. Dafür wurde das Gelände extra neu gestaltet. Zwar wurden einige der Attraktionen wieder
abgebaut, doch noch immer stehen einige Bauwerke, wie die nepalesische Pagode.
Bavaria Filmgelände **; Eine spannende eineinhalb Stunden
Tour führt durch die Straßen, Kulissen und Hallen der Filmstadt Geiselgasteig. Hier
haben schon internationale Filmgrößen wie Hitchcock, Orson Welles, R. W. Fassbinder,
Hans Albers, Liza Minelli oder Liz Taylor gearbeitet.
Museen
Deutsches Museum *****; Ein Museum, in dem Technik zum
Erlebnis wird. Bei 55.000 m² Ausstellungsfläche muß der Besucher
Besichtigungsschwerpunkte setzen, außer man hat allein für das Museum eine
Woche Zeit. Die Abteilungen umfassen die meisten Gebiete der Technik und die
wichtigsten Bereiche der Naturwissenschaften vom Bergbau bis Astrophysik.
Besondere Attraktionen sind das Kohlenbergwerk, die Hallen für Kraftmaschinen
und Schiffahrt, sowie die Musikinstrumentensammlung. Ständig aktualisiert werden
Abteilungen wie Raumfahrt, Atom- und Kernphysik, Elektronik, Computer- und
Nachrichtentechnik. Die Luftfahrtabteilung ist inzwischen so groß, daß sie nach
Oberschleißheim in eine alte Flugwerft ausgelagert werden mußte.
Haus der Kunst **; Der Bau selbst stammt noch aus der
Zeit der Nazi-Ära. Hier präsentiert die Sammlung der Moderne ihre Meisterwerke
der Skulptur und Malerei des 20. Jahrhunderts. Es finden regelmäßig
Sonderausstellungen statt.
Alte Pinakothek **; Die Sammlung spannt den Bogen von
altdeutscher, holländischer und flämischer Malerei bis zur französischen Malerei
des 18. Jahrhunderts. Andere Schwerpunkte setzen Italiener und Altniederländer.
Neue Pinakothek *; beherbergt französische Impressionisten
und Nachimpressionisten, wie Monet, Manet und Gauguin
Hypo Kunstsammlung **; In diesen Räumen finden immer
wieder äußerst interessante Wechselausstellungen zu einem bestimmten Thema
statt. Immer Montags ist der Eintritt nur halb so teuer.
Prähistorische Staatssammlung **; In dem Lieblingsmuseeum
der Kinder streift man durch die bayerische Vor- und Frühgeschichte von der Eisenzeit
bis zum Mittelalter und gewinnt faszinierende Einblicke in das Leben unserer Vorfahren.
Besonders eindrucksvoll sind natürlich die prähistorischen Tierskelette.
Veranstaltungen / Ereignisse
Oktoberfest "Wies´n" *****; In den letzten beiden
Septemberwochen findet auf der Theresienwies´n ein riesiges Volksfest statt. Dort kann
man die neuesten Fahrgeschäfte ausprobieren, ein oder zwei Maß trinken, ein Hendl oder
einen Ochsen essen und seiner Liebsten ein Lebkuchenherz kaufen. Fast sechs Millionen
Besucher aus aller Herren Länder treffen hier aufeinander. Ein echter Münchner leistet sich
das ganze allerdings nur mit kostenlosen Essensgutscheinen.
Christkindlmarkt *****; Der Münchner Christkindlmarkt beginnt am
Freitag vor dem ersten Advent unter einem riesigen Weihnachtsbaum am Marienplatz .
Er ist sicher nicht so berühmt, wie der Nürnberger, aber durchaus sehenswert. Besonders
schön ist die Krippendarstellungen mit geschnitzten überlebensgroßen Figuren.
Cirkus Krone *****; Das größte Zirkus-Unternehmen Europas ist der
einzige Zirkus Deutschlands mit einem festen Haus zum Überwintern. Pro Saison gibt
es drei unterschiedliche Abendprogramme und Weihnachten treten hier die "Stars in
der Manege" auf.
FC Bayern München ***; Der Rekordmeister sorgt mit seinen
Samstagsspielen meist für ein volles Olympiastadium und mit seinen Stars für viel Gerede.
Dem FC Bayern gehört der Respekt der Münchener, dem TSV 1860 das Herz. Fans des FCB
sind eher Zuagroaßte (Hinzugezogene) wie Boris Becker.
1860 München ***; So wie der FCB immer der Club der Millionäre
war, ist der TSV der Club der Arbeiter, gegründet auf Giesings Höhen. Normalerweise kommen
die Fans (inzwischen) gut miteinander aus. Nur zweimal im Jahr, wenn das Lokalderby ansteht,
brodelt es in der Stadt und die Gräben ziehen sich quer durch Familien und Freundschaften.
Neue Messe München; Auf dem Gelände des ehemaligen
Flughafens Riem entstand das neue Messegelände. Es ist Schauplatz für die unterschiedlichsten
Ausstellungen. Besonders bekannt sind im Frühjahr die Caravan und Boot und im Herbst die
Heim- und Handwerksmesse.
Kunstpark Ost; Auf dem ehemaligem Pfannigelände am
Ostbahnhof hat die Münchner Szene eine neue Heimat gefunden. In den
verschiedenen Hallen gibt es Live-Musik für jede Geschmacksrichtung, Disco
von Schlager bis Techno, einen Flohmarkt und Cafés, Kneipen und Spielhallen.
Königsplatz Open Air *; Zumindest einmal im Jahr findet
auf dem Königsplatz ein Open Air Konzert (wie z.B. Carmina Burana) mit namhaften
Künstler statt. Außerdem gibt es für die Dauer von einer Woche Kino unter freiem Himmel.
Nockerberg ("Starkbierzeit") **; Am Nockerberg sorgt zur Starkbierzeit
im März ein besonders stark gebrautes Bier, das ursprünglich den Mönchen über die
Fastenzeit helfen sollte für die nötige Stimmung. Zum sogenannten "Anstich" werden
hier traditionell die Politiker und andere Prominente "derbleckt".
Filmfest München; Zum jährlichem Filmfest erscheint alles was
Rang und Namen hat. Arnold Schwarzenegger kommt öfter mal vorbei und besucht dann
gleich sein Planet Hollywood Restaurant am Platzl.
Schäfflertanz ****; Alle sieben Jahre und zu besonderen Anlässen,
wie der Olympiade, findet der Schäfflertanz statt. Als München von der Pest heimgesucht wurde
und innerhalb von sieben Jahren mehr als 2/3 der Bevölkerung daran starben, traute sich niemand
mehr auf die Straßen. Die Schäffler (Faßbinder) waren nach sieben Jahren die ersten und entfachten
den Lebenswillen der Münchener wieder.
Kneipen / Gastronomie
Biergärten *****; Ein Ort bayerischer Tradition und ein steter
Streitpunkt zwischen erholungsbedürftigen Einheimischen und bösartigen, zuagroaßten
Anwohnern. Gemäß der neuen Biergartenverordnung ist ein Biergarten ein Ort, wo man
auf Bänken oder Stühlen unter freien Himmel im Schatten von Kastanienbäumen sitzt und
sein Essen, selbst mitgebrachtes Speisen, verzehren darf. In und um München gibt es eine
Vielzahl von kleineren und größeren Biergärten. Mir gefällt besonders der Hirschgarten,
der Taxigarten, die Waldwirtschaft, der Biergarten in Ismaning und der Biergarten in Garching.
Dallmayer ***; Ein altes ehrwürdiges Geschäft im Familienbetrieb.
Hier wird man in Jeans genauso höflich und zuvorkommend bedient wie im teuren Anzug.
Es gibt Köstlichkeiten aus aller Welt und für jeden Geldbeutel. Selbst wenn man nichts
kaufen will lohnt sich ein Besuch allein wegen der Inneneinrichtung aus dem letzten Jahrhundert.
Zerwirkgewölbe **; In diesem urigem Kellergewölbe bekommt man
Wild aus allen Teilen der Welt und gratis noch einen kleinen Tip für die schmackhafte Zubereitung.
Hundskugel *; Das älteste Wirtshaus der Stadt. Zu finden in der Hotterstraße.
Spöckmeier *; Frisch renovierte Altmünchner Traditionsgaststätte
mit Schmankerln wie zu Großmutters Zeiten und selbigen Portionen.
Bratwurstglöckl *; Hier verrät der Name schon die Spezialität
des Hauses.
Palaiskeller Bayerischer Hof *; Am Promenadeplatz. Entstanden aus einem
Salzniederlagekeller. Die großen mittelalterlichen Steine und der ungelöschte
Kalk, geben dem Keller sein besonderes Ambiente.
Weißes Bräuhaus *; Bayerische Traditionsgaststätte mitten
im Tal zwischen Marienplatz und Isartor. Hier hat mein Großvater noch regelmäßig seine
Maß Bier getrunken.
Drei Groschen Keller; In der Kulisse der Drei-Groschen-Oper direkt
neben den Museums Lichtspielen, wo seit über 10 Jahren die Rocky Horror Picture Show
gezeigt wird, genießt man selbstgebrautes Bier.
Fliegerbräu Feldkirchen *; Direkt neben dem Braukesseln
genießt man die selbstgebraute Fliegerweiße. Am Abend wird Papier ausgeteilt. Wenn
das Fliegerlied ertönt, schwirren die selbstgefalteten Flieger durch die Luft und das Publikum
grölt zu Hans Albers und Extrabreit.
Umgebung von München
Schloß Schleißheim *; Rund 15 km nördlich von München ist
der Vorort Schleißheim. In Sichtachse gelegen lassen sich die drei Schlösser, Altes Schloß im
Westen, Neues Schloß und Park und Schloß Lustheim im Osten bequem zu Fuß besichtigen.
Ca. 10 Gehminuten von den Schlössern entfernt befindet sich die Flugwerft des Deutschen Museums.
Schloß Dachau; Vom Schloß der Wittelsbacher steht heute noch ein
barock umgestalteter Trakt.
KZ-Gedenkstätte *; Am Ostrand Dachaus liegt das ehemalige Konzentrationslager
mit Gedenkstätte. Die zum Mahnmal gestaltete Anlage enthält ein Museum, das mit seinen Exponaten den
nationalsozialistischen Terror im KZ Dachau und anderen Konzentrationslagern belegt.
Maria Eich *; alter münchener Gnadenwallfahrtsort. Es bietet sich ein
ausgedehnter Spaziergang in der Umgebung an.
Kloster Fürstenfeld *; Die Anlage besitzt eine über 500 Jahre lange Geschichte
als Zisterzienserkloster. Auch die Innenstadt von Fürstenfeldbruck ist einen Besuch wert.
Puch **; Sehenswert ist die Kirche von Puch, wo, so will es die Legende,
die Hl. Edigna als Erimitin in einer alten Eiche gewohnt hat und Wunder wirkte. Angeblich
soll sie sogar die Tochter eines französischen Königs gewesen sein.
Todesstätte Kaiser Ludwig´s des Bayern *; In der Nähe des
Dorfes Puch erinnert ein Mahnmal an die Stelle, an der Kaiser Ludwig, der Bayer bei der
Bärenjagd von einem Schlaganfall getroffen zu Boden sank und verstarb.
Thalkirchen Hellabrunn ***; Der größte Zoo Deutschlands ist der einzige
Zoo der Welt, indem die Tiere nach ihren Herkunftserdteilen geordnet leben. Dabei hat man
auch versucht, spezifische Klimagebiete nachzuahmen. Er wird ständig zum Wohl der Tiere
modernisiert. Es gibt mehrere Streichhelgehege, man kann beim Füttern der Seelöwen
zuschauen, im Winter watscheln die Königspinguine bei ihrem täglichen Spaziergang
durch die Gegend, Ostern können die Kinder Ostereier und Pfingsten Maikäfer suchen.
Der Tierpark ist für die Züchtung seltener, vom Aussterben bedrohter Tiere, darunter die
echten Urwildpferde, Moschusochsen oder die in Freiheit ausgestorbene Mhorr-Gazelle
spezialisiert. Weltweit bekannt wurden sie wegen der Rückzüchtung des ausgestorbenen
Auerochsen und des grauen Wildpferdes.
Isartal **; In den Auen der Isar kann man auf Isarkies in der Sonne
liegen oder in der 7° C warmen Isar baden! Bei schönem Wetter bietet sich ein
ausgedehnter Spaziergang an.
Kloster Schäftlarn *; Beliebter Ausflugsort vor den Toren München´s.
Das Kloster bietet einen wunderschönen Biergarten, mit selbstgebrautem Bier.
Burg Grünwald *; Schon von Karl Valentin wurden die "Alten
Rittersleit" besungen. Heute kann man in romantischen Ambiente die kleine Burg auf
dem Isarhochufer besuchen.
Floßfahrt **; Auf einem Floß, daß lediglich aus zusammengebundenen
Baumstämmen besteht, auf dem man einige Bänke und ein "Örtchen" aufstellt, gleitet man auf
der Isar dahin. Meist besteht eine Gesellschaft aus ca. 50 Leuten, 2 Flößern und mehreren Fässern
Bier. Die meiste "Gaudi" hat man an den drei Floßrutschen, wo das Floß auf einer Metallrutsche,
unter zuhilfenahme von etwas Wasser einige Meter Höhenunterschied überwindet. Übrigens:
Zuschauen macht auch schon Spaß!
Starnberger See *; Naherholungsstätte der Münchener und Wohnort der
"Großkopferten", Reichen und Schönen. Man kann den See mittels zweier verschiedener
Schiffstouren (eine kleine und eine große) kennenlernen, selbst ein Ruderboot mieten, oder
den See ganz einfach zu Fuß erkunden. In den Orten Seeshaupt und Berg wurde bayerische
Geschichte geschrieben. In Seeshaupt * verbrachte Sissi, die spätere Kaiserin von Österreich
ihre Jugendjahre und in Berg starb unter mysteriösen Umständen König Ludwig II zusammen
mit seinem Leibarzt im knöcheltiefen Wasser. Ein Kreuz * erinnert heute an diese Stelle im See
und für alle königstreuen Bayern bleibt der ungeklärte Tod auf ewig ein feiger Mord.
Freisinger Domberg **; Kaiser Friedrich Barbarossa und seine Gemahlin Beatrix förderten
den heutigen dritten Dombau, der 1160 begonnen wurde. Im Dom selbst gibt es eine Krypta, die ebenfalls aus dem
12. Jhdt. stammt und die einzige im Raum München erhaltene Bestiensäule beherbergt. Anläßlich
der 2000 Jahr Feier Freising´s wurde erstmals 1998 ein mittelalterliches Stadtfest gefeiert, daß in Zukunft
jedes Jahr stattfinden soll.