[Barrel] Aqua Vitae [Barrel]


(lat. = Wasser des Lebens) von diesem Wort leitet sich Whisky ab. Wer schon einmal ein Glas echten Highland Single Malt gegen das, zugegeben in Schottland manchmal etwas rare, Sonnenlicht gehalten hat, kann verstehen warum.

Tamdhu Destillerie
In der Tamdhu Destillerie

Die Herstellung des Malzwhiskys:

Malzwhisky wird nach einem uralten Rezept hergestellt, bei dem nur drei Zutaten verwendet werden: Gerste, reines weiches Wasser aus dem Schottischen Hochland und Hefe.

Das Malzen: Die Gerste wird in Wasser eingeweicht und ruht dann zum Keimen, bis Wurzeln und grüne Triebe sprießen. Während der Keimung entstehen Enzyme, die die in den Gerstenkörnern enthaltene Stärke in gärungsbereiten Zucker umwandeln. Zu diesem Zeitpunkt wird die Keimung dadurch abgebrochen, daß das sogenannte "grüne Malz" in der Darre getrocknet wird, über einem Torffeuer, dessen Rauch dem Endprodukt seinen torfigen Geschmack verleiht.

Das Maischen: Das getrocknete Malz wird zu "grinst" gemahlen und durch vermischen mit heißem Wasser eingemaischt. Anschließend wird es in einen Maischbottich gefüllt. Auf diese Weise wird die lösliche Stärke in eine zuckrige Lösung umgewandelt, die "süße Würze", die man dann zur Gärung aus dem Maischbottich ablaufen läßt.

Die Gärung: Nach dem Abkühlen kommt die Würze, mit Hefe versetzt, in große Bottiche ("washbacks"), in denen die Hefe durch Gärung eine schwache alkoholisch Flüssigkeit ("wash") erzeugt.

Die Destillation: Der "wash" wird in riesigen kupfernen Destillierkolben ("pot stills") zweimal gebrannt. Die erste Destillation ergibt eine - "low wines" genannte - Flüssigkeit, die dann im "low wines still" nochmals gebrannt wird, um den "spirit" zu erhalten. In dieser Phase hängt viel vom Brennmeister ab, dessen Erfahrung und Können mit die traditionelle Eigenart und Geschmacksfärbung des Malzwhiskys seiner Brennerei bestimmen. Nur der mittlere Teil der zweiten Destillation wird zur Reifung verwendet.

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Damals: Die Destillen

Das Böttchern: Die für die Reifung des Spiritus verwendeten Fässer werden sorgfältig von erfahrenen Böttchern hergestellt und repariert. Die alte Handwerkskunst dieser Böttcher ist ein wichtiger Bestandteil der schottischen Whiskytradition. Eichenholz ist als einzige Holzart für die Whiskyreifung geeignet, da das Eichenfaß massiv genug ist, gleichzeitig aber den Whisky atmen läßt und so den vollen Geschmack bewahrt.

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Damals: Die Schäfflerei

Die Reifung: Der frisch gebrannte Spiritus wird in Eichenfässern abgefüllt und in Lagerhäuser gebracht, wo man ihn etliche Jahre reifen läßt. Während dieser Reifung verliert der Spiritus seine Schärfe und nimmt den typisch weichen, reifen Geschmack des vollen, reinen Malzwhiskys an.


Die Bedeutung der Bezeichnung „Single" ist klar und eindeutig. Es beweist, daß der Whisky aus einer einzigen Destillerie stammt und nicht mit anderen Whiskys anderer Brennerei gemischt wurde.

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Damals: Die Abfüllung

Das Wörtchen „Malt" beschreibt den reinen Grundstoff: Gerste und kein anders Korn oder Gärmittel gemischt mit Wasser, vergoren mit Hefe und in einem Kessel destilliert.

Der Begriff „Scotch" bedeutet, daß der Whisky in Schottland destilliert und dort gereift ist.

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Damals: Belieferung


Bowmore:

In Bowmore, der Hauptstadt der Insel Islay, befindet sich eine der größten Malt Destillerien. Da die Produktionsstätte gleich weit entfernt von den sehr intensiven Malts des Südens und den sanften Extrem des Nordens ist, stellt Islay´s geographische Lage eine Verbindung her und bietet eine Balance zwischen dem sehr intensiven und doch subtilen Wesen des Islay Malts. Diese Balance ist kein Kompromiß, sie ist ein Rätsel. Lavendel, Heidekraut, Honig, blühende Johannisbeeren, all dies wurden von den Kostern entdeckt. Es sind komplexe Malts mit ihrem eigenen unverwechselbaren Charakter und einer großen Finesse. Das Wasser steigt aus dem Torf auf und fließt als River Laiggn über dieselbe magische Erde acht Meilen hin zur Destillerie.

Bowmore, 12 Jahre alt, 43 % Vol.
Farbe: bernsteinfarben
Geruch: salzig, seetangartig, rauchig
Körper: Medium, etwas dickflüssig
Geschmack: anhaltende Sherrysüße, würzig, seetangartig, komplex mit vielen Geschmacksentwicklungen
Ausklang: bemerkenswert lang und salzig

Glenfiddich:

Am Weihnachtsabend des Jahres 1887 kamen die ersten Tropfen aus der Destille der Glenfiddich Brennerei. Heute, fünf Generationen später, befindet sich die Destillerie im Tal des Hirschen ,was Glenfiddich auf deutsch bedeutet, immer noch in Familienbesitz und ist inzwischen zur größten Single-Malt-Whisky produzierenden Destillerie der Welt aufgestiegen. Schottland-Reisenden sei die Glenfiddich Brennerei wärmstens empfohlen, denn nirgendwo sonst kann man eine Führung in neun verschiedenen Sprachen so professionell und doch kreativ erleben wie hier. Glenfiddich ist der Volkswagen unter den Single Malts. Er gehört nicht zu den Testsiegern seiner Klasse, ist aber als Einstiegsmodell für noch unerfahrene Whiskytrinker geeignet.

Glenfiddich Special Old Reserve, keine Altersangabe, 40 % Vol.
Farbe: sehr bleich, weißweinartig
Geruch: leicht, frisch, aber süß, appetitanregend, fruchtig, birnenartig
Körper: leicht, stark, lieblich
Geschmack: trocken, birnenartig, mehr Frucht, als das Aroma entwickelt, ein Spritzer Wasser hinterläßt einen Hauch von Rauchigkeit und etwas Süße, malzige Note
Ausklang: zurückhaltend aromatisch

Glenlivet:

Glenlivet war die erste Brennerei in den Highlands, der nach dem Excise Act (Steuererlaß) von 1823 eine Lizenz erteilt wurde. Zuvor wurde in Schottland bereits seit über 100 Jahren Whiskey illegal gebrannt. Durch den Erlaß, den der Duke of Richmond, auf dessen Land der Glenlivet destilliert wurde, im House of Lords durchsetzte, reduzierten sich die Steuern auf Whisky und die illegale Destillierung hatte ein Ende.

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Damals: The Glenlivet Distillery

The Glenlivet, 12 Jahre alt, 40 % Vol.
Farbe: zart golden
Geruch: bemerkenswert blumig, frisch und weich
Körper: leicht bis Medium, stark, lieblich
Geschmack: blumig, pfirsichartig, Anzeichen von Vanille, eine feine Ausgewogenheit zwischen Süße und malziger Nüchternheit
Ausklang: zurückhaltend, lang, sanft und warm

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Damals: Die Belegschaft der Glenlivet Distillery


Highland Park:

Der Single Malt der nördlichsten Scotch-Whisky-Distillery der Welt ist geprägt von den besonderen landschaftlichen Bedingungen, die Kirkwall, die Hauptstadt der Orkney-Inseln, auszeichnet. Rauh, etwas norwegisch, sind hier Land und Leute. Sowohl der Torf, als auch die Lagerhäuser von Highland Park werden regelmäßig von Salzwasser überspült und verleihen dem Whisky so seine einzigartige Note. Highland Park wurde bisher selten als eigenständiger Whisky angeboten, findet aber in allen namhaften schottischen Blends wie Johnnie Walker, Ballentines, Dimple und White Horse Verwendung.

Highland Park, 12 Jahre alt, 40 % Vol.
Farbe: bernsteinfarben
Geruch: rauchig, süß, heidekraut-, malzartig, mit einem Hauch Sherry
Körper: Medium, außergewöhnlich mild
Geschmack: kraftvoll, mit einer rauchigen Trockenheit, Heidekraut-, Honigsüße und Malzgeschmack
Ausklang: stürmisch, heidekrautartig, köstlich

The Macallan:

Macallan ist der Rolls Royce der Single Malts. Nirgendwo wird ein so aufwendiges Verfahren praktiziert wie hier. Macallan verwendet für die Reifung seines Whiskys ausschließlich spanische Sherryfässer, die nach einmaligen Gebrauch zurück nach Spanien gehen. Macallan verfolgt eine faszinierende Philosophie. Hier lagert der Whisky nicht, er schläft. In dieser Destillerie wird der Whisky nicht als Objekt behandelt, sondern als Lebewesen, das Aufmerksamkeit und Respekt verdient.

The Macallan, 10 Jahre alt, 40 % Vol.
Farbe: bernsteinfarben
Geruch: schmeichlerisch nach Sherry, Honig und Malz, sehr rund und tief, sogar in diesem jungen Alter
Körper: voll, ohne sirupartig zu sein
Geschmack: sehr viel Sherry, ohne schwer zu sein, sehr malzig und süß
Ausklang: sättigend, malzig, scharf, dann trocken, mit einer rauchigen Nuance

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