4. Auswertungen - Racecarver

4.4.2 Aussenski: Verteilung vorne – hinten

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Nach der Entlastung der Skis zum Auslösen des Schwunges belastet der Fahrer zuerst den vorderen Teil stärker. Mit dieser Kraft auf die Schaufel des Skis wird die Steuerphase des Schwunges eingeleitet. Während der Steuerphase wird das Gewicht etwas nach hinten verlagert und der Fahrer steht etwa in der Mitte der Skis. Die Kurven der Diagramme weisen sehr starke Schwankungen auf, was darauf schliessen lässt, dass der Fahrer ständig kleine Schläge ausgleichen und das Gleichgewicht suchen musste.

Obwohl der Skifahrer sein Gewicht im Verlauf des Schwunges stärker nach hinten verlagert, kommt es nie zu einer richtigen Rücklage. Die grösste Kraft auf die hinteren Messstellen bringt er in der Mitte des Schwunges, wenn er aktiv steuert. Nach der aktiven Steuerphase und vor dem Entlasten des Skis, wird das Gewicht wieder vermehrt nach vorne gebracht.

Am Ende des Schwunges ist keine ausgeprägte Rücklage zu erkennen. Da der Schwung gerutscht wird, muss der Fahrer nicht durch Gewichtsverlagerung nach hinten den Schwung bergwärts fertig fahren, sondern kann die Geschwindigkeit durch das Rutschen regulieren.

Spezielles:

Bei der zweiten Fahrt kann in der Mitte des Schwunges nach 15.6 s ganz deutlich erkannt werden, dass die Kräfte auf die hinteren Messstellen zu diesem Zeitpunkt am grössten sind. Der Athlet gerät bei den drei leichten Schlägen jeweils minimal in Rücklage.

Der Anhänger des Skis nach 10.3 s der dritten Fahrt ist auch bei der Verteilung vorne – hinten beim Aussenski deutlich sichtbar. Der Ski wird vorne extrem stark belastet, es kommt gar zu einer leichten Vorlage. Als Gegenbewegung verlagert der Fahrer sein Gewicht stark nach hinten, um den Ski zu kontrollieren und den Schwung zu steuern.

Beim Anhänger des Skis nach 10.4 s der vierten Fahrt ist auf der Videoaufnahme klar zu erkennen, dass ein grosser Druck auf die Schaufel kommt. Dies bestätigen die Kurven des Diagramms. Es kommt theoretisch zu einer Vorlage des Skifahrers. Diese kommt dadurch zustande, dass die Skispitze nach oben gedrückt wird.

Abb. 4.56:
1. Fahrt Racecarver: Aussenski vorne - hinten

Abb. 4.57:
2. Fahrt Racecarver: Aussenski vorne - hinten

Abb. 4.58:
3. Fahrt Racecarver: Aussenski vorne - hinten

Abb. 4.59:
4. Fahrt Racecarver: Aussenski vorne – hinten

 

 

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