4. Auswertungen

4.4 Racecarver

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Der Abstand der Skier konnte nicht gemessen werden, da der Fahrer durch den vorgegebenen engen Radius gezwungen wurde, den Schwung zu rutschen. Anhand der Videobilder kann jedoch bestätigt werden, dass unser Testfahrer die Skier etwa hüftbreit führte, wie dies in der Theorie beschrieben wird.

Die Fahrten mit dem Racecarver absolvierte der Fahrer mit Skistöcken in den Händen, um das Gleichgewicht besser halten zu können, weil er nicht so stark in die Kurve liegen und nicht in den Schnee greifen musste.

Die meisten Hobbyskifahrer fahren diesen Stil, denn sie sind es nicht gewohnt, so extrem auf den Kanten zu fahren, wie man es beim Funcarver tun müsste. Ein weiterer Vorteil von gerutschten Schwüngen ist, dass besser gebremst werden kann. Um die Geschwindigkeit zu regulieren muss man nicht bergwärts fahren, sondern man kann die Skier etwas stärker quer stellen und durch das Wegschieben des Schnees die Geschwindigkeit drosseln.

Es wäre eigentlich zu erwarten gewesen, dass der Fahrer für den Schwung länger brauchte als mit dem Funcarver, weil er eine bremsende Rutschphase hatte, aber unser Testfahrer fuhr den Schwung gleich schnell wie mit dem kurzen Ski.

Leider fiel bei allen Fahrten mit dem Racecarver am rechten Ski der Messstreifen hinten rechts aus. Dies hatte zur Folge, dass die Werte des rechten Skis etwas zu tief sind. Aber dank dem Vergleich mit dem Linksschwung vor dem eigentlichen Testschwung, bei welchen der linke Ski der Innenski war, können wir trotzdem Aussagen betreffend Kraftverteilung machen. Bei der Betrachtung der Diagramme muss man sich bewusst sein, dass jeweils eine Messstelle fehlt. Wir setzten bewusst keine andern Werte ein, welche wir hätten annehmen können, um das Resultat nicht zu verfälschen.

Als Musterschwung wird die zweite Fahrt, mit Videobildern versehen, präsentiert.

Abb. 4.41: Übersicht 2. Fahrt Racecarver

 

Abb. 4.42:
Der Fahrer ist in der tiefsten Position. Er ist kurz vor dem Hochentlasten um den Schwung auszulösen. Das Gewicht ist etwas mehr auf dem Aussenski.

Abb. 4.43:
Der Fahrer ist in der maximalen Beinstreckung während dem Hochentlasten. Er beginnt hier in die Kurve zu liegen und so den Schwung auszulösen.

Abb. 4.44:
Hier ist der Testfahrer am Anfang der Steuerphase. Er scheint leicht in Rücklage zu sein. Die Abbildung 4.41 zeigt aber, dass er etwa in der Mitte des Skis steht.

Abb. 4.45:
Der Fahrer hat seine maximale Schräglage in der Kurve erreicht. Es ist zu erkennen, dass er die Skis etwa hüftbreit führt.

Abb. 4.46:
Hier befindet sich der Fahrer im letzten Teil des Schwunges. Da er den Schwung gerutscht hat, muss er nicht nach hinten sitzen, um den Schwung bergwärts fertig zu fahren.

Abb. 4.47:
Der Fahrer ist kurz vor der Auslösung des nächsten Schwunges. Er steht immer noch auf dem Aussenski. Man sieht auch, dass er nie in Rücklage gerät, denn er hat die Knie immer auf Höhe des Bindungskopfes. Er hat deshalb auch keine Flugphase.

 

 

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