4. Auswertungen - Funcarver geschlossen

4.3.2 Aussenski: Verteilung vorne – hinten

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Zu Beginn des Schwunges wird der Ski vorne (-1200 N) mehr belastet als hinten (-500 N). Während der Steuerungsphase sieht man sehr starke Schwankungen, wobei die Kräfte, die auf die hinteren Messstreifen wirken, grösser sind als jene, welche auf die vorderen wirken. Am Schluss des Schwunges steigt die Kraft hinten nochmals um ca. -700 N an und vorne kommt es zu einer umgekehrten, positiven Kraft, was bedeutet, dass der Fahrer in Rücklage geraten ist. Mit dieser Rücklage macht der Fahrer den Schwung fertig, bis er leicht bergwärts fährt. Dem Ski wird eine Vorspannung verliehen, welche der Fahrer zum anschliessenden Entlasten nutzt und dadurch den nächsten Schwung auslöst. In der kurzen Flugphase muss der Fahrer sein Gewicht wieder nach vorne bringen, um den Ski vorne zu belasten und so den Ski steuern und den Schwung in der neuen Steuerphase kontrollieren zu können.

Spezielles:

Wie oben bereits beschrieben war die erste Fahrt als Probe- und Eichfahrt gedacht und der Ski für den Fahrer noch ungewohnt. Dies hatte zur Folge, dass die Fahrt sehr unruhig war, und deshalb nicht genügend aussagekräftig ist.

Bei der zweiten Fahrt erhielt der Fahrer bei 12.4 s einen Schlag auf den Ski, was ihn kurzfristig in Rücklage versetzte. Dies ist auf dem Diagramm sehr gut ersichtlich. Nach 13.4 s erkennt man, dass der Fahrer sein Gewicht noch einmal etwas mehr nach vorne brachte, um am Ende des Schwunges sein ganzes Gewicht zum Fertigfahren des Schwunges benutzen zu können.

Bei der dritten Fahrt kann nach 11.4 s ein kurzer starker Ausschlag der Kurven entdeckt werden. Auch hier hat der Fahrer seinen Schwerpunkt kurz hinter der Bindung, dies als Folge davon, dass er kurz mit der Hand in den Schnee gegriffen hatte. Sein Ausrutscher nach 11.8 s ist auf dem Diagramm des Aussenskis nicht ersichtlich.

Beim der vierten Fahrt sind im Diagramm starke Schwankungen zu erkennen, auf den Videoaufnahmen hingegen keine speziellen Vorkommnisse zu sehen. Aufgrund dieser Tatsachen kann man sagen, dass der Fahrer ständig auf der Suche nach dem Gleichgewicht ist. Aber auch bei dieser Fahrt ist am Schwungende der markante Anstieg der Kraft auf die hinteren Messstreifen erkennbar.

Abb. 4.33:
1. Fahrt Funcarver geschlossen. Aussenski vorne - hinten

Abb. 4.34:
2. Fahrt Funcarver geschlossen. Aussenski vorne - hinten

Abb. 4.35:
3. Fahrt Funcarver geschlossen. Aussenski vorne - hinten

Abb. 4.36:
4. Fahrt Funcarver geschlossen. Aussenski vorne – hinten

 

 

 

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