4. Auswertungen

4.3 Funcarver geschlossen

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Die Skier weisen während dem gesamten Schwung einen Abstand von etwa 30 cm, also Hüftbreite, zueinander auf. Der Vorteil dieser Technik liegt darin, dass der Fahrer beide Beine ziemlich gestreckt lassen kann, und somit nicht in eine für das Kniegelenk gefährliche Position kommt. Zudem ist es mit der geschlossenen Technik möglich, mehr Druck auf den Innenski zu geben.

Der Nachteil ist, dass die Unterstützungsfläche nicht so gross ist, und es somit schwieriger ist, das Gleichgewicht zu halten. Auch ist der Aufkantwinkel des Innenskis grösser, und die Gefahr besteht, mit dem Skischuh den Schnee zu berühren, mit der Folge, dass die Kante nicht mehr in den Schnee greift. Deshalb ist diese Technik nur für Fortgeschrittene und Könner geeignet, und es braucht eine etwas grössere Standhöhe.

Der Testfahrer hatte das Gefühl, dass der vierte Versuch der Beste war. Die Videoaufnahmen bestätigten dies: Es war der einzige Versuch, bei welchem er nicht in den Schnee greifen musste oder leicht ausrutschte. Deshalb haben wir beim vierten Schwung die verschiedenen Phasen des Schwunges als Beispiel mit Videobildern visualisiert.

Abb. 4.21: Übersicht Funcarver geschlossen, 4. Schwung

Abb. 4.22:
Der Fahrer ist in der tiefsten Position und kurz bevor er den Schwung auslöst. Die Gewichtsverteilung links - rechts beträgt ca. 50% zu 50%. Der rechte Ski ist etwas stärker belastet, weil es der Talski ist. Auf diesem Bild ist der Fahrer nicht in Rücklage.

Abb. 4.23:
Der Fahrer ist in der höchsten Position des Entlasten. Mit dem Oberkörper ist er bereits ins Kurveninnere gekippt. Weil er, um den Schwung auszulösen, nicht in Rücklage war, ist auch keine ausgeprägte Flugphase zu erkennen. Dass er beide Ski vollständig entlastet hat, sieht man in der Übersicht in Abbildung 4.21.

Abb. 4.24:
Der Fahrer leitet die passive Steuerphase ein. Er belastet die Skis vorne stärker und biegt so den Ski , damit dieser seinen eigenen Radius fährt. Der Fahrer kippt stärker nach innen.

Abb. 4.25:
Der Fahrer hat seine maximale Kurvenlage erreicht. Die kurveninnere Hand hat er beinahe im Schnee. Man erkennt auf diesem Bild auch, dass die Beine sehr nahe beieinander sind.

Abb. 4.26:
Der Fahrer ist im letzten Teil des Schwunges und kommt in die aktive Steuerphase. Er verlagert von hier an sein Gewicht stärker nach hinten, um den Schwung fertig zu fahren.

Abb. 4.27:
Der Fahrer hat den Schwung fertig gefahren und ist nun in der maximalen Rücklage, um den nächsten Schwung auszulösen. Es ist deutlich zu erkennen, dass sich die Skispitze vom Schnee abhebt. Der Ski ist nun vorgespannt, und kann anschliessend beim Entlasten helfen.

Abb. 4.28:
Auf diesem Bild ist deutlich zu erkennen, wie der Fahrer in der Luft ist und sein Gewicht nach vorne bringt.

 

 

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