Innsbruck als Verkehrsknotenpunkt

Innsbruck war schon seit Jahrhunderten Knotenpunkt der Verkehrswege von Nord nach Süd, von Ost nach West. Die stattlichen Fassaden und Ansichten der Bürgerhäuser zeugen noch heute vom erklecklichen Reichtum, den die Stadt mit Handel und Verkehr über viele Jahre hinweg anhäufte.

Der Name Innsbruck deutet bereits auf die Bedeutung des Verkehrs für die Stadt hin: Die Innbrücke, über die die Straßen im Inntal und über den Scharnitzpaß in Richtung Italien verlaufen, waren Anlaß zur Stadtgründung. 

Auch der Inn selbst war durch die Jahrhunderte wichtiger Verkehrsweg,  die Flößerei in der näheren Umgebung und die Schiffahrt bis hinauf in die Donau verschafften Innsbruck große Bedeutung als Umschlagplatz. In der Mitte des 19. Jahrhunderts verdrängte die Eisenbahn die Schiffahrt und teilweise auch den Straßenverkehr. 

Im Jahr 1858 erhielt Innsbruck mit der "Nordtiroler Staatsbahn" einen Anschluß über Kufstein und Rosenheim nach München. 1867 baute der Württemberger Karl von Etzel die Bahn über den Brennerpaß nach Bozen, von wo aus die Züge weiter nach Trient und Verona rollten. 1884 nahm die Arlbergbahn von Innsbruck über St. Anton nach Bludenz und weiter über Bregenz nach Lindau im Bodensee ihren Betrieb auf. Damit waren die wichtigsten Alpentransversalen über Innsbruck fertiggestellt. Von der Tiroler Landeshauptstadt aus dampften die Züge nach fernen Destinationen. 1912 trat die Verbindung über das Karwendelgebirge dazu, die Eisenbahn von Innsbruck nach Garmisch und weiter nach München, mit einem Abzweig nach Reutte im Außerfern.

Zusätzlich zu den drei Hauptbahnlinien entstand eine Reihe von Nebenbahnen , die den Seitentälern des Inntales Zugang zu den Hauptverkehrslinien verschafften, aber auch dem wachsenden Tourismus dienten. Die immer größer werdende Metropole Innsbruck wurde durch Straßenbahnen und Busse verkehrsmäßig erschlossen.

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts hat der Straßenverkehr wiederum die Eisenbahn zwar noch nicht ganz überflüssig gemacht, aber aus ihrer führenden Position verdrängt. In den 70er Jahren wurde die Autobahn durchs Inntal und über den Brenner fertiggestellt.

Inzwischen ist der Verkehr in Innsbruck und in ganz Tirol zum Problem geworden - der Transit von Nord- nach Südeuropa, dem das Land und seine Hauptstadt ihre Existenz verdanken, hat solche Formen angenommen, daß er zu einer Belastung für die Bewohner und zu einer Bedrohung für die Umwelt geworden ist.

Die einfachste Form des Verkehrs - ein Kraxentrager

Figurine aus dem Vokunstmuseum Innsbruck


 Flußschiffahrt
Die Inn-Schiffahrt
Die Post
Die Erfindung der Post
Die Hauptbahnen
Die Brenner-Bahn
 Die Arlberg-Bahn
Die Karwendel-Bahn
Nebenbahnen in und um Innsbruck
Die Lokalbahn Innsbruck-Hall
Die Stubaital-Bahn
Die Mittelgebirgsbahn
Die Hungerburgbahn
Jenbach
Achenseebahn - Zillertalbahn
Öffentlicher Nahverkehr in Innsbruck
Die Straßenbahn
Omnibusse
O-Busse
Straßenverkehr
Die Brenner-Autobahn


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