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| Den O-Busbetrieb
hat Innsbruck eigentlich der reichsdeutschen Zeit von 1938-45 zu verdanken.
Sicher hätten viele gerne auf O-Busse verzichtet und auf diese Zeit
ebenfalls, aber es ist nun mal so.
Das Großdeutsche Reich litt unter Erdölmangel, und je weiter der 2. Weltkrieg fortschritt, desto mehr. Also versuchte man, den wertvollen Kraftstoff weitestgehend einzusparen, bisweilen durch die Verwendung von Holzvergasen am Auto, in Gegenden mit viel Elektrizitätsreserven, wie etwa Tirol, durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen. 1940 wurde also in Innsbruck die Einrichtung von 3 O-Buslinien beschlossen. |
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1942 wurde mit den Bauarbeiten an der Oberleitung begonnen. Hier werden kriegsgefangene Serben beschäftigt. |
Material- und Personalmangel führten zu erheblichen Reduzierungen an allen Ecken und Enden. Dieser noch aus dem 1. Weltkrieg stammende Saurer-LKW mit Vollgummireifen und Kettenantrieb war damals schon ein Veteran - einschließlich seines Fahrers! |
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| Auch beim rollenden Material gab es Engpässe. Ursprünglich waren 18 Wagen bei der Firma Henschel in Kassel bestellt worden. Wegen Materialmangels konnten diese aber nicht geliefert werden. Um Ersatz zu beschaffen, verfiel man auf eine im Krieg gängige Praxis - es wurden Fahrzeuge in besetzten Ländern requiriert. Innsbruck erhält zunächst fünf Busse der italienischen Firma Breda, die vorher in Rom gefahren waren. |

| Oben ein Breda-Bus in der ursprünglichen grünen Lackierung im April 1944 an der Endstation Wiltenberg. Diese Wagen stammten aus dem Jahr 1936 und waren ziemlich abgenutzt, erfüllten aber nach Ausbesserungen treu ihren Dienst. |
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| Schon 1943 wird der Fuhrpark durch Fiat-Wagen ergänzt - logischerweise ebenfalls aus Italien. Sie erwiesen sich als außerordentlich haltbar und langlebig ... oben ist einer von ihnen im Jahre 1954 auf der Kaiserjägerstraße zu sehen. Nach den Aussagen des Personals konnten sie wochenlang ohne Wartung laufen. |
| In der Nachkriegszeit kommen moderne O-Busse. Unmittelbar nach dem Krieg versuchen die IVB, Busse von Fross-Büssing in Wien zu kaufen - die können aber nicht mehr liefern, weil sie sich unter sowjetischer Verwaltung befinden. Also kommen die Wagen schließlich von Gräf&Stift. Unten ist einer von ihnen 1971 an der Schießangergasse zu sehen. |
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| 1976 schien es in
Innsbruck mit den O-Bussen vorbei zu sein. Wie in vielen anderen europäischen
Städten auch, meinte man dem flexibleren Autobussen den Vorzug geben
zu müssen. Im Februar wurde mit dem Abbau der Oberleitungen begonnen,
am 29. Februar fuhr der letzte O-Bus.
1986 geschah etwas, was niemand vermutet hatte - der IVB-Vorstand beschloß, die Autobuslinien O und R auf O-Busbetrieb umzustellen! Im November erhielt Gräf&Stift, inzwischen eine MAN-Tochter, den Autrag, 16 Gelenk-Fahrzeuge zu liefern, deren elektrischer Teil von ASEA/BBC gefertigt wurde. Diese Wagen sind bis heute in Betrieb. |

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