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Tirol in Personalunion mit Österreich |
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| 1490 |
Sigismund der Münzreiche verzichtet
zugunsten Maximilians I. auf die Ausübung der Landesherrschaft.
Damit sind alle habsburgischen Länder wieder vereint. |
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| 1490
- 1519 |
Maximilian I., der "letzte Ritter", Landesfürst,
König, ab 1508 Kaiser, residiert meistens in Innsbruck. |
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| 1496 |
Sigismund der Münzreiche stirbt.
Mit ihm erlischt die erste Tiroler Linie der Habsburger. |
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| 1499 |
Im verlustreichen Engadiner Krieg erleiden
die Tiroler an der Calven bei Glurns eine verheerende Niederlage. Es kommt
jedoch zu keinen territorialen Verlusten. |
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| 1500 |
Die Görzner Grafen sterben aus. Kraft
eines Erbvertrages kommt das Pustertal mit Lienz, das heutige Osttirol,
an Tirol. |
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| 1504 |
Im Bayrischen Erbfolgekrieg findet bei
der Belagerung von Kufstein der erste erfolgreiche Artillerieeinsatz der
Geschichte statt. Die Gerichte Kufstein, Rattenberg und Kiztbühel
kommen zu Tirol, das von Maximilian zur "Gefürsteten Grafschaft" erhoben
wird. |
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| 1508
- 1516 |
Krieg Maximilians gegen Venedig. |
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| 1511 |
In einer neuen Wehrverfassung,im sogenannten"Landlibell",
verpflichtet sich Maximilian, keinen Krieg von Tirol aus ohne Zustimmung
der Stände zu führen. Alle Tiroler vom 18. bis zum 60. Lebensjahr
sind zur Verteidugung des Landes verpflichtet. Sie dürfen jedoch nicht
zum Kriegsdienst außerhalb der Landesgrenzen herangezogen werden. |
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| 1511
- 1516 |
Hans Ried, Zöllner bei Bozen, sammelt
im Auftrag Kaiser Maximilians die im Lande noch bekannten Heldensagen der
Vorzeit. Sie sind im Ambraser Heldenbuch zusammengefaßt. Eine Reihe
der wichtigsten mittelhochdeutschen Dichtungen, Heldenepen und Ritterromane,
wie Kudrun, Biterolf, Wolfdietrich, Erec, Moritz von Caron, Türlins
Mantel, sind nur durch diese Quelle überliefert. |
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| 1512 |
In Innsbruck und Umgebung fallen rund
700 Menschen der Pest zum Opfer |
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| 1518 |
In Innsbruck findet zum ersten Mal ein
Landtag mit Vertretern aller österreichischen Länder, das erste
österreichische "Parlament", statt. |
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| 1519 |
Kaiser Maximilian stirbt in Wels und wird
in Wiener Neustadt begraben. Die Nachricht von seinem Ableben löst
in Tirol Unruhen aus. |
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| 1525 |
Der große Bauernaufstand erschüttert
Tirol. Michael Gaismair aus Sterzing will eine demokratische Bauernrepublik
im Geiste des Evangeliums errichten. |
M.
Gaismair |
| 1532 |
Michael Gaismair wrid auf seinem großen
Landgut bei Padua auf Veranlassung Ferdinand I. ermordet. |
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| 1536 |
Der Wiedertäuferführer Jakob
Huter wird in Innsbruck auf dem Scheiterhaufen öffentlich verbrannt. |
Wiedertäufer |
| 1545
- 1563 |
Das Konzil von Trient beseitigt kirchlicheMißstände
und stärkt das Papsttum. |
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| 1552 |
Die schmalkaldischen Truppen des Moritz
von Sachsen stürmen die Ehrenberger Klause bei Reutte, dringen bis
Innsbruck vor und plündern beim Rückzug das Stift Stams. |
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| 1562 |
Kaiser Ferdinand I. gründet mit Hilfedes
Jesuitenordens in Innsbruck das erste Gymnasium in Tirol. |
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| 1564 |
Nach dem Tod Kaiser Ferdinands I. neuerlicheTeilung
der österreichischen Länder unter seinen Söhnen.Tirol und
die Vorlande werden wieder selbständig. |
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| 1564
- 1595 |
Der Tiroler Landesfürst Erzherzog
Ferdinand II., Gemahl der schönen Philippine Welser, legt die berühmte
Kunstsammlung auf Schloß Ambras an und entfaltet einen glänzenden
Hofstaat. Konsequent führt er die Gegenreformation durch. Zahlreiche
Anhänger der Lutherischen Lehre und die Wiedertäufer wandern
aus. |
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| 1571
- 1577 |
Der Jesuit und Kirchenlehrer Petrus Canisius
wird Hofprediger Erzherzog Ferdinands II. in Innsbruck. Er ist einer der
bedeutendsten Verteidiger der katholischen Kriche zur Zeit der Reformation
im deutschen Sprachraum. Zusammen mit den Brixner Heiligen Albuin, Ingenuin
und Kassian ist er Patron der Diözese Innsbruck. |
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| 1595 |
Auf dem Inn werden 13000 Mann und 2700
Pferde päpstlicher, mantuanischer, mailändischer und florentinischer
Truppen zum Kampf gegen die Türken von Tirol nach Österreich
transportiert. |
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| 1602
- 1618 |
Erzherzog Maximilian III., der Deutschmeister,
Bruder Kaiser Rudolfs II., wird Regent von Tirol und den Vorlanden. Er
fördert vor allem das Schulwesen, die Tiroler Geschichtsschreibung
sowie die heimische Wirtschaft. |
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| 1611/12 |
Tirol wird von der Pest heimgesucht. In
Innsbruck gründet man ein Pestkrankenhaus und erbaut die Dreiheiligenkirche
zu Ehren der Pestpatrone Sebastian, Primin und Rochus. Der erzherzogliche
Leibarzt Paul Weinhart, die Jesuiten und der Haller Stiftsarzt Hippolyt
Guarinoni erwerben sich große Verdienste bei der Bekämpfung
der Seuche. |
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| 1613 |
Erste urkundliche Erwähnung der Erler
Passionsspiele. |
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Der Dreißigjährige Krieg und die Nachkriegszeit |
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| 1618
- 1648 |
Dreißigjähriger Krieg. Erstarken
des landesfürstlichen Absolutismus. |
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| 1619
- 1632 |
Erzherzog Leopold V. in Tirol und denVorlanden.
Er bringt das vielverehrte Mariahilf-Gnadenbild von Lukas Cranach d.Ä.
nach Innsbruck. Es befindet sich im Dom zu St. Jakob. Reiterstandbild Leopolds
vor dem Landestheater in Innsbruck. |
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| 1627 |
Gründung der Kramsacher Glashütte. |
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| 1630 |
Leopold I. läßt in Innsbruck
von Christoph Gumpp das "Comedihaus", den ersten richtigen Theaterbau nördlichder
Alpen, errichten. Heute befindet sich dort das Innsbrucker Kongreßhaus. |
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| 1632 |
Die Schweden fallen im Verlauf des Dreißigjährigen
Krieges in Tirol ein. Sie erobern und plündern Reutte, verlassen aber
nach wenigen Tagen wieder das Land. |
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1632
- 1646
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Regentschaft der Claudia de Medici. Sie
läßt zum Schutz des Landes in der Scharnitzer Klause die Porta
Claudia errichten und fördert den Bau der Innsbrucker Jesuitenkirche.
1635 gibt sie der Bozner Messe eine neue Verfassung. |
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| 1634
- 1637 |
Der schwarze Tod hält vor allem im
Oberinntal reiche Ernte |
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| 1646
- 1662 |
Regierungszeit von Erzherzog Ferdinand
Karl. Durch seine Neigung für Prunk und Pracht sowie durch seine Verschwendungssucht
hinterläßt er die Landesfinanzen in einem bedenklichen Zustand. |
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| 1649 |
Knappenaufstand gegen die Fugger. |
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| 1651 |
Justizmord an dem unbestechlichen Kanzler
Wilhelm Biener, dem treuesten Ratgeber der Erzherzogin Claudia de Medici. |
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| 1652 |
Verkauf der Tiroler Rechte im Unterengadin
an Graubünden; Festlegung der heutigen Grenze bei Finstermünz-Martina. |
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| 1653/54 |
Erzherzog Ferdinand läßt gegenüber
dem Komödienhaus am Rennweg das erste Opernhaus im deutschen Sprachraum
errichten. |
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| um
1660 |
Die Fugger treten ihren gesamten schwerverschuldeten
Besitz in Tirol ohne Entschädigung an den Landesfürsten ab. |
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| 1660
- 1720 |
Jakob Prandtauer aus Stanz bei Landeck
ist neben Fischer von Erlach und Lukas von Hildebrandt der bedeutensdste
Baumeister des österreichischen Barocks. |
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Tirol kommt zu Österreich |
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| 1662
- 1665 |
Erzherzog Sigmund Franz, der intelligente
und hochgebildete Landesherr, unterbindet die luxuiröse italienische
Hofhaltung. Mit ihm stirbt die jüngere Tiroler Linie der Habsburger
aus. |
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| 1665 |
Kaiser Leopold I. übernimmt die Regierung
in Tirol und den Vorlanden. Ohne eigenen Regenten ist Tirol nun in der
habsbrugeischen Hausmacht ein Land wie alle anderen und wird von Wien aus
regiert. Der Landtag wird nur mehr selten einberufen; er kann kaum mitbestimmen,
sondern muß sich Anweisungen aus Wien fügen. |
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| 1669 |
Errichtung der Innsbrucker Universität
als Ersatz für den Verlust des Hofes. Der Jesuitenorden stellt die
meisten Professoren. |
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| 1683 |
Auf dem Inn werden 4000 Soldaten nach
Wien transportiert, um das Entsatzheer für die belagerte Stadt zu
verstärken. Schwazer Bergknappen machen Türken bei der Belagerung
mit ihren Gegenminen schwer zu schaffen. |
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| 1684/85 |
Zwischen Dezember 1684 und August 1685
verlassen nahezu 1000 Protestanten, die ihren Glauben nicht aufgeben wollen,das
Defreggental. Kinder unter 15 müssen im Tal zurückbleiben, damit
sie im katholischen Glauben unterwiesen werden können. |
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| 1698-1762 |
Paul Troger aus Welsberg im Pustertal
ist einer der großen Meister der österreichischen Hochbarockmalerei.
Er malt vor allem für niederösterreichische Klöster und
arbeitet hauptsächlich mit dem Tiroler Architekten J. Mungenast zusammen.
Wirkt als Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien. |
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| 1703 |
Im Verlauf des Spanischen Erbfolgekriegs
("Bayrischer Rummel") überfällt der bayrische Kurfürst Max
Emanuel Tirol. Die Tiroler greifen zu den Waffen und besiegen den Feind
an der Pontlazer Brücke im obersten Inntal, am Brenner und bei Innsbruck. |
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| 1706 |
Zum Dank für die gelungene Befreiung
Tirols im Jahre 1703 wird die Annasäule auf der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße
errichtet |
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| 1720 |
Die Pragmatische Sanktion, die unter anderem
die Unteilbarkeit der österreichischen Länder festlegt, wird
von den Tiroler Ständen angenommen. Tirol wird enger an die Monarchie
gebunden und verliert viele Sonderrechte, vor allem den eigenen Landesfürsten. |
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| 1722 |
Wegen des Rückganges des Schwazer
Bergbaues ziehen 400 Knappen, Schmelzer und Holzknechte mit ihren Frauen
und Kindern zu Schiff nach Ungarn. Dort gibt es im heutigen Rumänien
ein Dorf Tirol. |
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| 1725 |
Errichtung des Landhauses in Innsbruck
durch die Tiroler Stände. |
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| 1734
- 1737 |
Die Stiftskirche von Neustift bei Brixen
wird zu einem der schönsten Denkmäler deutscher Barockkunst in
Tirol umgestaltet. |
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| 1740
- 1780 |
Regierungszeit Maria Theresias. Sie bestätigt
weder die alten Tiroler Landesfreiheiten noch nimmt sie die Huldigung der
Landesstände entgegen. Trotzdem ist die Herrscherin im Lande sehr
beliebt. |
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| 1744 |
Während des Österreichischen
Erbfolgekriegs wird ein bayrischer Einfall bei Erl erfolgreich abgewehrt. |
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| 1745
- 1755 |
Der Bozner Baumeister Joseph Delai und
der aus Navis gebürtige Priester - Architekt Franz de Paula Penz erbauenden
barocken Brixner Dom. |
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| 1752 |
Im Zuge der Reformen Maria Theresias werden
Zuständigkeitsbereiche und Kompetenzen der Innsbrucker Behörden
eingeengt. Vorderösterreich (einschließlich Vorarlberg) wird
nicht mehr von Innsbruck aus regiert und verwaltet. |
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| 1760
- 1744 |
Peter Anich und Blasius Hueber, die berühmten
Bauernkartographen aus Oberperfuss, erstellen eine genaue Landkarte Tirols. |
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| 1762 |
Wegen der von Maria Theresia im Sinne
der Aufklärung erlassenen zentralistischen und absolutistischen Maßnahmen
kommt es im Burggrafenamt zu einem Aufruhr. |
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| 1765 |
Kaiser Franz, der Gemahl Maria Theresias,
stirbt während der Hochzeitsfeierlichkeiten seines Sohnes Leopold
mit Maria Ludovica von Spanien in der Innsbrucker Hofburg. Die Innsbrucker
Triumphpforte erinnert an diese Ereignisse. |
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| 1766
- 1770 |
Umbau der Innsbrucker Hofburg und Schleifung
der Stadttore. |
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| 1773
- 1755 |
Aufhebung der großen Niederlassungen
des Jesuitenordens in Innsbruck, Hall und Trient. |
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| 1780
- 1790 |
Regierungzeit Joseph II. Seine radikalen
Reformen bedeuten für Tirol die Beseitigung der Selbstverwaltung und
der Selbstbestimmung. Er läßt alle Klöster im Lande schließen,
wobei wertvolles Kulturgut verschleudert wird, und schaltet den Klerus
im Schulwesen aus. Seine Reformen stoßen in Tirol auf heftigen Widerstand.
Die Arlbergstraße wird erstmals zu
einer Fahrstraße ausgebaut. |
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| 1782 |
Vorarlberg wird wieder mit Tirol verbunden. |
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| 1784
- 1787 |
Diözesanregulierung, die zur Reduzierung
der Bistumsbereiche auf Tiroler Boden führt. Damit gibt es nicht mehr
elf, sondern nur mehr sieben Diözesanbereiche. |
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| 1789 |
Ausbruch der Französischen Revolution. |
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| 1790
- 1792 |
Regierungszeit Leopolds II. Er läßt
den Landtag einberufen und hebt unter massivem Druck der Tiroler Stände
einen Großteil der Reformen Josephs II. wieder auf. |
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| 1792
- 1835 |
Regierungszeit Kaiser Franz' II., als
Kaiser von Österreich seit 1804 Franz I. |
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Die Franzosenzeit |
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| 1796 |
Angesichts der militärischen Bedrohung
Tirols durch französische Truppen geloben die Tiroler Landstände
in Bozen die besondere Verehrung des göttlichen Herzens Jesu ("Herz-
Jesu - Bündnis") |
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| 1796/97 |
Französische Truppen dringen mehrmals
in Tirol ein |
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| 1797 |
Gefecht bei Spinges am Eingang in das
Pustertal. Katharina Lanz, das Heldenmädchen von Spinges, wehrt mit
einer Heugabel auf der Friedhofsmauer die anstürmenden Franzosen ab. |
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| 1799
- 1802 |
Zweiter Koalitionskrieg. Bei einem Vorstoß
der Französischen Truppen werden 1799 Glurns und andere Ortschaften
im oberen Vinschgau gebrandschatzt. Auch Nauders wird heimgesucht. |
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| 1799 |
Um von ihrem Tal die Kriegsnot abzuhalten,
geloben die Thierseer das heute noch bestehende Passionsspiel. |
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| 1799
- 1858 |
Der aus Primör in Welschtirol stammende
Alois Negrelli von Moldelbe, einer der bedeutendsten Techniker seiner Zeit,
ist maßgeblich an der Entwicklung des Bahnbaues in Österreich
und in der Schweiz beteiligt. Er entwirft unter anderem auch die Pläne
für den Suezkanal. |
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| 1800 |
Der Großglockner, 3797 m, wird auf
Initiative von Franz Salm, Bischof von Gurk, von Pfarrer Horasch und den
Brüdern Klotz aus Heiligenblut erstmals bestiegen. |
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| 1802/03 |
Durch einen Beschluß des Reichstages
werden alle geistlichen Fürstentümer aufgehoben. Die Hochstifte
von Brixen und Trient werden dem Land Tirol einverleibt. |
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| 1804 |
Begründung des österreichischen
Kaisertums (1806 Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation).
Der Ortler, mit 3902 Metern der höchste
Berg Tirols, wird im Auftrag Erzherzog Johanns von Josef Pichler aus Passeier
erstmals bestiegen. |
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| 1805 |
Österreich verliert den Dritten Koalitionskrieg
gegen Frankreich und muß im Frieden von Preßburg Tirol und
Vorarlberg an das Königreich Bayern abtreten. Die Ständevertretung
und die Landesrechte werden außer Kraft gesetzt, kirchliches Brauchtum
verboten, die Bischöfe von Chur und Trient müssen das Land verlassen.
Die jungen Tiroler werden gezwungen, in der verhaßten bayrischen
Armee zu dienen. Der Name Tirol wird verboten und durch "Südbayern"
ersetzt. All dies führt zur Erhebung von 1809. |
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| 1807/08 |
Sieben Tiroler Klöster werden von
der bayrischen Regierung aufgehoben. |
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| 1809 |
Zwangsrekrutierungen zum bayrischen Heer
und ein neuer Krieg Österreichs gegen Napoleon lösen die Erhebungvon
1809 aus. Der Tiroler Freiheitskampf leitet das Ende der Herrschaft Napoleons
in Europa ein. Die Tiroler Schützenaufgebote unter Andreas Hofer,
Pater Haspinger, Josef Speckbacher und Peter Mayr kämpfen gegen einen
zahlenmäßig weit überlegenen Feind, den sie wiederholt
schwer schlagen. Nach der dritten erfolgreichen Schlacht um den Bergisel
errichtet der Sandwirt in der Innsbrucker Hofburg eine Bauernregierung.Trotz
des Erfolges der Tiroler wird im Frieden von Schönbrunn Österreich
erneut zur Abtretung Tirols gezwungen. Nach dem Friedensvertrag endet die
neuerliche Erhebung der Tiroler im November und Dezember mit Niederlagen
(vierte Bergiselschlacht) und der Hinrichtung vieler Patrioten. |
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| 1810 |
Der verratene und gefangengenommene
Andreas Hofer wird nach einem Scheinprozeß am 20. Februar in Mantua
erschossen. Am selben Tag stirbt Peter Mayr, der Wirt an der Mahr, auf
der Tuchbleiche zu Bozen unter den Kugeln der französischen Soldaten.
Tirol wird zwischen Bayern, dem Napoleonischen Königreich Italien
und den "IllyrischenProvinzen" des Kaiserreiches Frankreich aufgeteilt. |
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| um
1810 |
Der Kufsteiner Schneider Josef Madersperger
konstruiert eine voll funktionsfähige Nähmaschine. |
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| 1813 |
Eine Tiroler Scharfschützenkompanie
kämpft mit der Lützowschen Freischar im Verband der preußischen
Armee gegen Napoleon. |
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