Geschichte der Skoda-Automobilwerke

1895

Václav Laurin und Václav Klement gründen in Mladá Boleslav eine Firma zur Produktion ihrer Fahrräder mit der Bezeichnung Slavia.
1898
Ein revolutionäres Konzept entsteht: Ein Motorrad mit einem 1-Zylinder-Motor in der Mitte des Rahmens.

1899
Das Werk hat inzwischen 68 Angestellte und eine Fläche von 1.100 qm.

1901
Es entstehen Motor-Vierräder mit 2-Zylinder-Motoren aus Motorradteilen.

1903
Vorwärts gehts: 204 Angestellte, 3.300 qm Werksfläche.

1904
Der Bau von Motor-Dreirädern beginnt, die eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h erreichen.

1905

Das erste Automobil verläßt das Werk, die L & K Voiturette.

1907
Die Firma wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.
Neue Motoren mit 2, 4 oder 8 Zylindern werden eingeführt, die 15, 24 oder 40 PS leisten.
Es werden rund 250 Automobile verschiedener Typen produziert, damit gehört L & K zu den führenden Marken Europas.

1909
Man produziert die ersten Nutzfahrzeuge, z.B. Lastkraftwagen, Feuerwehren oder Busse.

1911

Die Produktion von Faetons beginnt.

1914 - 1918
Es wird auf Kriegsproduktion umgestellt und die Weiterentwicklung von PKW unterbrochen.

1918
Ein kleines, wirtschaftliches Fahrzeug wird entwickelt, das Modell 100.

1925
Im Werk arbeiten 1.375 Angestellte auf einer Fläche von 60.000 qm!
Es kommt zur Fusion mit dem Skoda Konzern Plzen. Im folgenden Jahr wird das Werk grundlegend umgebaut.

1929

Die Modellpalette wird erweitert, u.a. um einen Skoda 422.

1934

Der Skoda Popular wird auf den Markt gebracht. Ein besonderes Merkmal ist das Transaxlesystem: Motor und Kupplung sind vorn untergebracht und das Getriebe mit dem Differential im Heck des Wagens.

1936
Erstmals wird ein Skoda Favorit hergestellt und ein Popular belegt den 2. Platz bei der Rallye Monte Carlo.






1938-1945

Nach der Annektierung der Tschechoslowakei wird Skoda Teil der Reichswerke Hermann Göring und muß für die deutsche Rüstung arbeiten - oben ein Skoda-Tank für die Wehrmacht.

1945

Der Skoda 1101 Tudor kommt im Herbst auf den Markt, dessen Name aus dem englischen "two-door" entstand.

1946
Das Unternehmen kommt unter der Bezeichnung ANZP ("VEB Automobilwerke") in staaliche Obhut. Das Werk in Vrchlabí wird Bestandteil von Skoda.

1947
Das Werk in Kvasiny wird angegliedert.

1949
Mit dem 1101 Sport, Sport II und Supersport nimmt Skoda seine traditionsreiche Vergangenheit im internationalen Rennsport wieder auf.

1952

Der Typ 1200 Sedan wird aufgelegt. Es gibt ihn als 4-Türer, 2-türigen Kombi, als Cabriolet und als Pick-up.

1954
Das Modell 440 wird vorgestellt, anfangs mit dem Namen Spartak.

1959

Der Spartak wurde weiterentwickelt und bekommt aus markenrechtlichen Gründen nun den Namen Octavia. Bald folgt der Octavia ein wunderschönes Cabrio: die Felicia.

1964

Der Skoda 1000 MB wird gebaut, der seinen Motor ins Heck verpaßt bekommt.

1969
Das Nachfolgemodell S 100 verläßt die Hallen. Später gibt's dann noch das Coupé S 110 R dazu.

1976
Basierend auf dem Konzept des 1000 MB / S 100 werden die Nachfolgemodelle S 105, S 120 und später S 130 gebaut. Auch hier wird später in Kleinserie ein Coupé gefertigt, der Skoda Rapid, in der Tschechoslwakei auch als "Garde" bezeichnet. Davon gibt's auch welche ohne Dach.

1988

Nach langer Zeit werden die Motoren jetzt wieder vorn eingebaut und zwar mal wieder in einen Favorit. Kurz danach kommt die Kombi-Version Forman.

1991
Am 16. April tritt der Joint-Venture Vertrag mit der Volkswagen AG in Kraft.
Zum Favorit entsteht ein Pick-Up.

1994

Am 16. Juni wird das 1.000.000. Fahrzeug gebaut. Im November wird die neue Felicia dem Publikum vorgestellt.
Skoda wird Weltmeister in der 2-Liter Klasse: "F.I.A. World Cup for Manufacturers of 2-Litre-Cars 1994"

1995
Am 14. Februar ist die Grundsteinlegung in Mladá Boleslav für die Produktionsstätte des zukünftigen Mittelklassemodells Octavia.
Im Herbst kommt der Combi zur Felicia.

1996

Die neue Mittelklasselimousine Octavia wird im Herbst der Öffentlichkeit vorgestellt.


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