Zeugen des Reichtums und Ruhms der Stadt
sind auch die Bürgerhäuser auf dem Mir-Platz, manche von ihnen
auch mit
erhaltenen Hausmarken (z.B. Goldenes Lamm,
Goldener Stern, Blauer Stern, Goldene Traube). Das historisch wertvollstes
Gebäude auf dem Platz ist das Rathaus aus 14. Jahrhundert, ursprünglich
ein gotisches Gemeindehaus mit Kapelle. Am Eingang erkennt man zwei eingemauerte
historische Steinma0e - böhmische und österreichische Ellen.
Das Rathaus ist mit den
übrigen Häusern durch die typischen
Laubeng0nge verbunden. Abgeschlossen wird der Platz vom Kapuzinerkloster
und der Kirche der Vierzehn Nothelfer aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
Ein weiteres interessantes Geb0ude ist die Kirche der Heiligen Ludmila
von 1585. Sie besitzt einen Holzglockenturm mit der ältesten Melniker
Glocke. Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung ist neben einigen Schanzen
vor allem das Prager Tor erhalten, das auf die Zeit um 1500 zurückgeht.
Unter den tschechischen Städten ist
Melnik durch seinen Weinbau bekannt. Die Hauptblütezeit des Weinbaues
und damit
ein Aufblühen der ganzen Stadt trat
im 16. Jahrhundert ein. Bis heute hat sich die Tradition des Melniker Weinbaues
erhalten, obwohl er nicht mehr zu den Haupterwerbszweigen im Region gehört.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts, als Melnik Kreisstadt wurde, nimmt neben
der Landwitschaft auch die Industrie ihren Aufschwung. Es wird eine Zuckerfabrik
errichtet, heute gibt es in Melnik Energetik, Chemie, außerdem werden
hier Kinderwagen gebaut. |