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Das ist sie - Notre-Dame de Paris, die Mutter der gotischen Kathedralen. Schon vor 2000 Jahren stand an ihrer Stelle ein gallisch-römischer Tempel, dem eine frühchristliche Basilika folgte, darauf wurde eine romanische Kirche an diesem Ort errichtet. Im Jahre 1159 wurde Maurice de Sully zum Domherrn der Kathedrale von Paris bestellt , und er wollte eine der Hauptstadt würdige Kathedrale erbauen lassen. |
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| 1163 ließ Sully, nunmehr Bischof von Paris, den Grundstein für eine neue Kirche im noch jungen gotischen Stil legen. Die zuvor gerade restaurierte Basilika ließ er abreißen. Frankreich war von einer 'Bauwut' erfaßt worden, die den Möglichkeiten dieser neuen, faszinierenden Architektur Ausdruck verlieh. Leitende Baumeister im 12. Jh. waren Jean de Chelles und sein Schüler Pierre de Montreuil, deren Bauhütte auch den reichen Figurenschmuck der Portale schuf. |
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| Könige, Klerus und Adel spendeten für Notre-Dame und das einfache Volk war am Bau beteiligt. Im Jahre 1345 war der Bau der Kirche fertiggestellt. Notre-Dame ist die erste der großen gotischen Kathedralen. Später folgten in Frankreich Straßburg (um 1176), Bourges (um 1185), Chartes (um 1194), Rouen (um 1200), Reims (um 1211), Amiens (um 1220) und Beauvais (1247). |
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Einen Blick auf die Westfassade (Hauptfassade) hat man vom weiten Vorplatz (Place du Parvis), der sehenswerte Schätze der Vergangenheit im Untergrund birgt. Bei Bauarbeiten für eine Tiefgarage entdeckte man unter diesem Vorplatz die Überbleibsel von Häusern aus dem 16. und 18.Jahrhundert. Die Ausgrabungen können in einer 117 Meter langen Krypta besichtigt werden. |
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| Beim Bau der Fassade bevorzugten die Baumeister eine gewisse Asymmetrie, um bei großen Flächen Monotonie zu vermeiden. Schöne schmiedeeiserne Beschläge zieren die sechs Türflügel. Die Legende berichtet, daß Satan jene Beschläge schuf, dem der Kunstschmied seine Seele verkauft hatte. |
| Die drei Portale lohnen eine aufmerksame Betrachtung. Das linke Portal ist das Marienportal, das fein gemeißelte Tympanon diente allen Bildhauern des Mittelalters als Vorbild. Rechts ist das Ammenportal, dessen oberer Teile des Bogenfeldes die ältesten Skulpturen Notre-Dames enthält, die um 1170 - also etwa 60 Jahre vor dem Bau des Portals - für einen kleineren Eingang entstanden waren. Oben thront die in ihrer starren Haltung noch typische Madonna mit dem Jesuskind, umringt von zwei weihrauchtragenden Engeln. |
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| Die Fensterrose
hat einen Durchmesser von 10 Metern und ist nach über 700 Jahren noch
unversehrt.
Über den Portalen befindet sich die Königsgalerie. Ihre 28 Statuen stellen die Könige von Juda und Israel dar. Zur Zeit der Französischen Revolution wurden sie für französische Könige gehalten und ihnen wurden die Köpfe abgehauen. Sie sind heute durch Nachbildungen ersetzt. |
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Die Türme erheben sich 69 Meter über den Domplatz. Emanuel heißt die große Glocke des Südturms, die anläßlich bedeutender Feierlichkeiten läutet, wiegt 13 t, ihr Klöppel 500kg. Als sie im 17.Jahrhundert neu gegossen wurde, sollen die Frauen von Paris Gold- und Silberschmuck in die flüssige Bronze geworfen haben, was der Glocke ihren besonderen reinen Klang verlieh. |
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Das Innere der Kathedrale ist 130 Meter lang, 48 Meter breit und 35 Meter hoch. Notre-Dame kann 9000 Personen aufnehmen, davon 1500 auf der Empore. Neben den vielen bedeutenden Grabmälern, Statuen, Kanzel und Altar ist die nördliche Fensterrose mit 80 Darstellungen aus dem alten Testament besonders sehenswert. Nahezu alles Gläser des 13. Jahrhunderts sind erhalten geblieben. |
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Die Geschichte Notre-Dames spiegelt die Geschichte Frankreichs wieder. 1302 tagten hier erstmals die Generalstände. |
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