Les Halles

 
1854 wurden nach dem Entwurf von Victor Baltard die Hallen gebaut, der zentrale Lebensmittelmarkt der Stadt. Zehn Pavillions wurden aus Eisen, Gußeisen und Glas errichtet. Über ein Jahrhundert lang waren Les Halles eine Institution von Paris.

1969 wurde der Großmarkt nach Runings verlegt, die Hallen wurden überflüssig. Wegen ihrer Riesenhaftigkeit gab es auch kein alternatives Nutzungskonzept.

1971 wurden die Hallen abgerissen - das blieb dananch von ihnen übrig.
 
An ihrer Stelle wurde ein großer Park angelegt, dessen Architektur die Konstruktionsprinzipien der Hallen wieder aufnimmt.
 
Auf der einen Seite wird der Park durch die Kirche St. Eustache flankiert, die eigentlich gotisch ist, aber erst 1637 vollendet wurde. 
 
In dieser Kirche ist Colbert (1619-1683), der Finanzminister Ludwigs XIV. begraben.
 
Das Bild der Hallen ganz oben auf der Seite ist von dieser Kirche aus gesehen - am Rand rechts erkennt man ein Türmchen und die Schwibbögen. Sie ist sozusagen der einzige Fixpunkt in der bewegten Baugeschichte des Viertels, sie hat die Baumaßnahmen des Baron Haussmann überlebt, als die Hallen gebaut wurden, und auch deren Abriß.
 
BIm Winkel dazu steht die Rotunde der Börse, 1765 vom Vorsteher der Getreidehändler als Getreidebörse errichtet. 
 
 
Gegenüber der Börse befindet sich das Atrium, ein unter das Niveau des Gartens versenktes Geschäftszentrum mit vier Stockwerken, das alle möglichen Geschäfte, Banken, Kinos und eine Station mit vier Metro-Linien und zwei RER-Linien enthält. 
 
Das Ensemble wurde von Claude Vasconi und Georges Pencreac entworfen und 1979 eingeweiht. 
 
 
Da staunt Ute aber!
 
 
Zurück