| Land
und Bevölkerung
Die
Niederlande erstrecken sich über eine Fläche von 41865 qkm. damit
sind sie das größte der drei Beneluxländer.
Die
Einwohnerzahl beträgt 15,46 Mio., was einer Bevölkerungsdichte
von 432 EW/qkm entspricht. Das ist der höchste Wert in Europa. Die
Bevölkerung der Niederlande besteht zu 96 % aus Niederländern,
zu den Minderheiten gehören vor allem Türken und Ausländer
aus den ehemaligen Kolonien Surinam und Indonesien. Die Einwohner sind
nicht gleichmäßig über das Land verteilt; der Schwerpunkt
liegt im Westen, wo sich in den Provinzen Nordholland, Südholland
und Utrecht auf 21 % der Fläche fast die Hälfte der Bevölkerung
konzentriert. Hier liegt auch das unter dem Namen "Randstad Holland" bekannte
Städte-Viereck Amsterdam-Utrecht-Rotterdam-Den Haag.
Die
größten Städte sind:
-
Amsterdam
-
Rotterdam
-
Den
Haag
-
Utrecht
-
Maastricht
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| Landeskundlicher
Überblick
Wie
der Name verrät, sind die Niederlande überwiegend ein tiefliegendes
Gebiet, und tatsächlich würde ohne den Schutz der über 3000
km langen Meer- und Flussdeiche mehr als die Hälfte des niederländischen
Staatsgebietes überflutet werden, weil es weniger als 1 Meter über
dem Meeresspiegel liegt. Man bezeichnet diesen westlichen, seewärts
liegenden Teil als "Tief-Niederlande" (laag-Nederland), während die
übrigen Gebiete "Hoch-Niederlande" (hoog-Nederland) genannt werden.
Der tiefste Punkt des Landes mit -7m liegt nordöstlich von Rotterdam.
Unablässig sind die Schöpfwerke in Betrieb, die die niedrig gelegenen
Landesteile (Polder) entwässern müssen. Wasserflächen und
Kanäle gehören überall zum Landschaftsbild der Niederlande.
Insgesamt sind die Niederlande stark von den Eiszeiten geprägt worden.
Der nördliche Teil etwa bis zur Linie Harlem-Nimwegen ist durch die
Hinterlassenschaften nach der Eisschmelze gekennzeichnet, nämlich
Moränendecken und Altdünen, die z.T. große Stauwälle
bis über 100 m Höhe (nördlich Utrecht und Arnheim) bilden.
Großflächig kam es in Senken auch zur Moorbildung. Nach dem
Verschwinden der Eisdecke wurden zudem riesige Sandmengen in das gesamt
Gebiet der Niederlande geweht, die die Altlandschaften großenteils
überdecken.
Der
Süden des Landes wird zum überwiegenden Teil von der aus Schottern
gebildeten, aber ebenfalls sandüberwehten Flußebene von Maas
und Rhein gebildet. Lediglich der Südwesten (Provinz Limburg) bildet
hier eine Ausnahme. Hier durchschneidet die Maas ein hochgelegenes Lößplateau.
Im äußersten Südwesten liegt hier mit 321 m auch der höchste
Punkt der Niederlande.
Die
gesamt niederländische Küste (385 km Länge) wird zur See
von einem geologisch jüngeren, breiten Dünengürtel abgegrenzt,
der im Norden in der Kette der westfriesischen Inseln vom Festland getrennt
ist. Durch die starke Gliederung im Süden (Schelde, Mass und Rhein)
und im Norden (Tiefs zwischen den Inseln, Ems-Mündung) müssen
die Niederländer seit eh und je mit dem Meer um die Sicherheit ihres
Landes ringen. Die wichtigsten Projekte in der Geschichte dieses Kampfes
waren die Abriegelung des Ijsselmeeres (1932) und der Delta-Plan (1953-1978),
mit dem die großen Flussmündungen im Süden gegen das offene
Meer abgeriegelt werden können.
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| Klima
und Vegetation
Das
Klima der Niederlande ist durch ihre Küstenlage im Westen Europas
maritim gemäßigt ohne große Temperaturschwankungen (mittlere
Januartemperatur überall über 0°C). Die häufig über
das Land ziehenden atlantischen Zyklone bringen regelmäßige,
aber nicht zu starke Niederschläge um durchschnittlich 700 mm im Jahr.
Natürliche
Vegetation ist in den Niederlanden nur noch selten anzutreffen, der ursprüngliche
mitteleuropäische Eichen-Hainbuchen-Wald ist auf den Sandflächen
zumeist der Heide und Nadelwäldern gewichen (Waldanteil 9 %). Hauptsächlich
in den Mooren und auf Ödland-Flächen (5 % des Landes) ist die
natürliche Vegetation erhalten. Über 70 % der Niederlande werden
von der bäuerlichen Kulturlandschaft eingenommen, davon sind zwei
Drittel Weideland.
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| Wirtschaft
Die
wirtschaftliche Stellung und Entwicklung der Niederlande kann als außerordentlich
positiv bezeichnet werden. In den letzten Jahren gelang es den Niederlanden
besser als allen anderen Ländern in der EU, den Strukturwandel und
die Anforderungen des gemeinsamen Marktes zu bewältigen. Bei einer
Steigerung des Bruttoinlandsproduktes um 3,3 % gelang es gleichzeitig,
die Arbeitslosenquote auf 5,2 % zu senken. Dazu trugen vor allem erhöhte
Investitionen der Wirtschaft und flexible Arbeitszeitmodelle bei (über
40 % der Niederländer arbeiten in Teilzeit). Mit einem Haushaltsdefizit
von 1,4 % erfüllte das Land spielend die Maastricht-Normen für
die Währungsunion (3%).
Die
niederländische Wirtschaft ist seit jeher stark exportorientiert,
sowohl bei landwirtschaftlichen als auch bei Industrieprodukten. Die Verkehrsinfrastruktur
wird aus diesem Grund laufend verbessert und stellt einen wichtigen Investitionsbereich
dar. Außerdem profilieren sich die Niederlande immer mehr als internationales
Dienstleistungs- und Finanzzentrum.
| Anteile
der Wirtschaftssektoren |
Landwirtschaft
3 %
Industrie
26 %
Dienstleistungen
71 % |
| Wichtigste
Exportgüter |
Maschinen,
Motoren und elektr. Apparate 20 %
Nahrungsmittel
17 %
Chemikalien
15 % %
Mineralöl
und Mineralölprodukte 7 % |
| Wichtigste
Importgüter |
Maschinen,
Motoren 23 %
Chemische
Produkte 14 %
leb.
Tiere, Nahrungs- und Genußmittel 12 %
Transportmittel
10 % |
| Wichtigste
Handelspartner |
Deutschland
(26 %)
Belgien/Luxemburg
(12 %)
Frankreich
(10 %)
Großbritannien
(10 %) |
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