zwei ganz normale Wochen mit Schwester K.


Samstag:
Seit wann fängt die Woche mit Samstag an? Diese Frage erübrigt sich, wenn sowieso alles Kopf steht und wenn man nur noch von Wochenende zu Wochenende lebt. Der übermüdete Körper und das ausgelaugte Hirn retten sich quasi auf Reservetank ab Montagmorgen über 5 Arbeitstage und regenerieren regelmäßig mit letzter Kraft in der Nacht vom Freitag zum Samstag. Gerade noch rechtzeitig könnte man meinen, und mich grausts bei der Vorstellung was wohl passiert, wenn die Freitagnacht, die heilige Kuh der Erschöpften, mal ausfallen sollte, weil z.B. vielleicht nach Jahren mal wieder irgendwer irgendne Fete macht oder so. Früher habe ich freitagabends immer erst so richtig auf den Putz gehauen, bin um Mitternacht in die Stadt gezogen und nicht vorm Morgengrauen heimgekommen, aber heute bin ich schon dankbar, wenn ich mich überhaupt noch dazu aufraffen kann, zwei oder drei Waschmaschinen anzuschmeißen, ein bißchen Geschirr zu spülen und mich durch meine 24 Kanäle zu zappen. Aber nicht mal das habe ich diesen Freitag mehr geschafft, nachdem ich  T und das Kind besucht und anschließend 2 Stunden Korrektur gelesen habe. Aber ich wollte ja eigentlich beim Samstag anfangen.

Pünktliches Aufwachen spätestens um 8 Uhr gehört ganz offensichtlich auch zu diesen Alterserscheinungen, die man sich eigentlich nie vorstellen konnte. Jedenfalls liege ich dann im Bett, in der Wohnung unter mir toben schon wieder irgendwessen wohlgenährte Randalekids, und eines Tages werde ich sie ganz bestimmt vergiften, ich schwöre es. Und draußen baggert der Bagger. An Schlaf ist nicht mal mehr im Traum zu denken. Also stehe ich auf. Spare mir den Blick in den Spiegel und in den Kühlschrank, da ich das Ergebnis intuitiv konditioniere und schalte anstandshalber erstmal den PC an. Schleppe einen undefinierbaren Haufen Wäsche in den Keller und das Waschpulver ist wieder fast leer. Die scheiß Post ist auch noch nicht da.

Irgendwann gegen 10 Uhr bin ich dann ein Mensch und sitze auch wirklich an der Fortsetzung meines Kommunikationskonzepts für die Einführung einer neuen Marktidee, nämlich der 'professionellen Reinigung von herausnehmbaren Zahnprothesen aller Art in Seniorenheimen'. Nicht sehr spannend, könnte man meinen, aber ich mache es für W, einen ganz arg lieben Freund von mir, und deshalb muß es so gut werden, wie es auch nur irgendwie geht. Gegen 17 Uhr bin ich damit fertig und muß rennen, daß es mir noch ins Training reicht, bevor der Münzautomat für die Solariummarken wieder abgeschaltet wird. Unter der karibischen Sonne falle ich erstmal in eine verdiente Ohnmacht, und anschließend gleich in den nächsten Schrecken, als ich den Trainingsplan sehe.

Knapp zwei Stunden und 3,2 geschwommene Kilometer später bin ich turboerschossen aber sehr zufrieden wieder zu Hause und habe einen Hunger, der an Wahnsinn erinnert. Also schnell die von N verschmähte eklige Tiefkühlpizza in den Ofen, das reicht gerade noch, bevor I kommt und mich zum Kino abholt. Ich werde punktlandungsmäßig auf die Minute genau fertig und bin froh, daß ich I zumindest anständig wenn auch wenig originell im üblichen Schwarz bekleidet gegenübertreten kann. In meiner Bude sieht es aus wie Bombenangriff, aber das ist mir inzwischen alles egal.
Wir gehen uns das neue riesige MAXX-Kinocenter endlich mal ansehen, das I schon kennt, und dann will ich auch noch gern in einen Film, den I schon gesehen hat. Aber er läßt sich überreden und wir finden (k)einen Parkplatz. Wir stehen dort noch eine Stunde rum, trinken etwas und lästern Leute ab, so als ob wir etwa besser wären. Macht einen Heidenspaß. I kauft Popcorn und Cola light und ich denke, ich könnte ja mal wieder eine Diät machen. Der Film ist auch klasse. Ich schreie das ganze Kino zusammen vor Lachen, was nicht oft vorkommt. Um halb 3 bin ich zuhause und falle ins Bett wie ein Stein. Zum Glück will jetzt keiner mehr was von mir. Schade eigentlich.

Sonntag
Halbgelähmt wache ich um 10 Uhr aber auch nur wegen dem Radiowecker auf. Um 12 hocke ich im schwarzen Samtmäntelchen im Coco und bestelle einen Riesen Milchkaffee. W kommt mit Krawatte, weil das ja ein Geschäftstermin ist, und wir raatschen und frühstücken und sprechen dann auch das Konzept durch und bringen noch ein paar ganz brauchbare Ideen zusammen. Um 15 Uhr bin ich wieder zuhause und müde zum Umfallen. Zum Glück ist kein Training, aber der Auftrag von C muß heute noch fertig werden. Ich koche mir eine große Kanne Kaffee, obwohl ich genau weiß, daß ich dann heute Nacht wieder nicht schlafen kann. Und hocke mich an den Imageprospekt einer mittelständischen Firma, die 'hochpräzise Kleinstteile' für alle möglichen Industrien in irgendeinem haarsträubenden und mir Technikbanausen gänzlich unverständlichen Verfahren herstellt. Meine Gedanken schweifen ab zu T und ihrem Kleinstteil, und nach einer Stunde Bestandsaufnahme und 2 Stunden intensiver Gehirnverrenkungen habe ich dann einen perfekt formulierten Leistungskatalog mit allen technischen Rafinessen erstellt. Scheiße - denn was ich brauche ist eigentlich in erster Linie die leicht verständliche Philosphie eines Familienbetriebs mit Blick in die Zukunft. Noch eine Stunde von Streichen, Umkopiern, Unzufriedenheit, Frust, dann klatsche ich das Ding mit 3 Magnetpins an die Wand und dort soll es bleiben, bis der Pfeffer wächst. Oder jedenfalls bis übermorgen. Ich beruhige mich mit einer halben Stunde Buchhaltung und dem Aufräumen der Festplatte.

Dann ist wieder diese verdammte Jeans zu eng und ich kann den Body nicht finden, den ich anziehen will, aber ich schaffe es alles irgendwie und stehe gegen 22 Uhr freundlich grinsend im ZAP vor dem DJ, der heute wieder nur Scheiß Musik laufen läßt und alle Übergänge verpfuscht. Aber er grinst zurück und das entschädigt gewissermaßen für alles. W ist auch da und erzählt mir, wie er den Nachmittag verbracht hat, nämlich mit Chopperfahren, Telefonieren und Schlafen. Ich muß mich fluchtartig auf die Tanzfläche retten, denn Mr. Z wie Zebraturnschuh ist schon wieder im zielstrebigen Anmarsch. Später unterhalte ich mich mit einem netten Typen, der aber vergißt, sich vorzustellen. Gegen 1 Uhr raffe ich mich nach Hause auf und kann natürlich wirklich nicht einschlafen. Um 4 Uhr stelle ich den Wecker von 6 nach 7.

Montag
Ich muß aufstehen. Ich muß. Ich hasse es. Ferngesteuert style ich mich bis zum maximalen Output und verlasse mit kleinen Augen und absolut bürotauglich-unauffällig meine Wohnung. Unterwegs muß ich noch beim Optiker vorbei und die Brille zurückbringen, die leider doch nix war. Dann sitze ich an meinem mittlerweile verhaßten Arbeitsplatz und alles ist wie immer. Die Tretmühle setzt sich in Bewegung, und ich denke ich könnte jetzt diese Geschichte schreiben... Als ich sie aufs Netz hochladen will, entschuldigt sich ein virtueller amerikanischer Server für das Nichtvorhandensein von Software und versichert, daß er nichts dafür kann. Ich habe meine Tage und sobald ich mich bewege ein Gefühl im Bauch als hätte jemand ein voll ausgeklapptes Schweizer Armeemesser dort deponiert. Aber ich habe auch 2 Aspirin, und schließlich wäre es weitaus schlimmer, wenn ich meine Tage nicht hätte.

Ich versuche mich auf neutralem Boden an der Fortsetzung des Imageprospekts für die familiär-schwäbischen Kleinstteile und frage per email S um Rat, als ich nicht weiterkomme und verzweifelt bin. Der sagt genau das, was ich im Normalfall und ohne mit Betriebsblindheit geschlagen zu sein auch gesagt hätte, und das scheint der Kick zu sein, den ich gebraucht habe. Ich kriege das Ding einigermaßen auf die Reihe und brauche jetzt nur noch zuhause den Feinschliff zu machen.
Direkt vom Büro hetze ich weiter zum Neukunden D, der inzwischen den mir anvertrauten Gratis-Probeauftrag noch von einem anderen Texter formuliert vorliegen hat. Der Vergleich ist interessant und zeigt mir, daß ich so falsch nicht liege. Wir sprechen noch ein paar Einzelheiten durch und dann werde ich entlassen mit dem glaubhaften Versprechen auf einen baldigen Auftrag. Ich bin zufrieden und klappere noch einen Optiker ab, obwohl ich das nicht tun sollte.

Sport lasse ich heute mit entsprechend schlechtem Gewissen ausfallen, aber business geht vor. Zuhause überarbeite ich das Konzept für W, stricke den Rest an die Kleinstteile und telefoniere nebenbei noch mit S und S, die aber beide nicht S von heute morgen sind. Mit S dem ersten Anrufer verabrede ich mich für Mittwoch, und  S die zweite Anruferin verkündet froh, daß sie unseren gemeinsamen Skiurlaub gebucht hat. Ich freue mich und habe keine Bedenken, daß es vielleicht so enden könnte wie mein letzter Urlaub mit einer Freundin. Bis mein Schlaf- und Arbeitszimmer dann wieder von  Elektrosmog gelüftet ist, ist es auch ruckzuck wieder nach 12.

Dienstag
Natürlich war es eine Illusion zu glauben, das Schweizer Armeemesser hätte inzwischen einer zugeklappt. Über Mittag renne ich zur Bank, weil mich nicht in Ruhe läßt, ob Kunde Sch bezahlt hat. Er hat, und somit habe ich an S (S, der mich Mittwoch besucht) ein Essen verloren, um das ich gewettet hatte. Daß Sch bezahlt hat freut mich, und ich mache ihm gleich einen Vorschlag zur Überarbeitung seines Logos, das es dringend nötig hat. Heute Abend ist Bügel- und  Fernsehtag, das muß auch mal sein. Ich freue mich richtig auf diese stupide Tätigkeit.

Mittwoch
Kunde Sch hat kein Interesse an einer Neugestaltung seines Logos durch meine Wenigkeit - mit solchen Botschaften fängt der Tag gut an. Sonst ist auch nicht viel los... Außer daß mir Kollege B mal wieder ganz bös an den Karren fährt, aber ich versuche einfach, das an mir abprallen zu lassen. Gelingt natürlich nur mittelmäßig.
Abends beim Jazztanz hole ich mir einen Muskelkater, der bestraft gehört, und der mir ganz deutlich zeigt, was ich die letzten Mittwoche nicht getan habe.
Anschließend machen S und ich uns einen schönen faulen Abend, das muß schließlich auch mal sein.

Donnerstag
Wie gesagt, ich komme vor Muskelkater kaum aus dem Bett. Der Alltag hat sich voll eingespielt und ich kann kaum erwarten, bis es endlich morgen Abend ist. Ich habe ein Wochenende ganz ohne Verabredungen und ohne Arbeit vor mir, was ich inzwischen schon als unbezahlbaren Luxus empfinde.
Direkt vom Büro fahre ich zu meiner Lieblingsagentur nach K, um mit C an meinem neuen Logo zu basteln und den Auftrag nicht durchzusprechen. Anstatt von dort ins Training weiterzufahren, versumpfe ich mit C vor dem Mac, denn C ist der Meinung, ich brauche ein nüchternes Logo in Versalschrift, während meine Liebe inzwischen für die giftig schwarz-gelbe Variante entflammt ist. Ich werde dann noch zum Essen eingeladen und man filosofiert noch ein bißchen bei einem Glas Wein über Gott und die Welt und die Selbständigkeit. Gegen halb 10 fahre ich nach Hause und bin irgendwie total glücklich, was für liebe Leute ich doch inzwischen schon kennengelernt hab.

Freitag
Im Büro wieder die gähnende Langeweile (ich glaube ich sollte das einfach nicht mehr schreiben, oder endlich aufhören, mir deswegen ein schlechtes Gewissen zu machen - schließlich ist die Situation absehbar) aber heute abend werde ich zum erstenmal im Leben allein ins Kino gehen - denn Titanic will offenbar niemand sehen.
Ich rase kurz beim Second-Hand-Laden vorbei, meine ollen Klamotten dort wieder abholen, die keiner haben wollte. Dann fällt mir ein, daß ich noch  Sprudel kaufen muß. Als ich nach Hause komme, sind 5 - in Worten F-Ü-N-F Nachrichten auf dem Anrufbeantworter. Zweieinhalb davon sind geschäftlich, ich soll am Montag zurückrufen. I hat einen Auftrag für nächste Woche für mich und will nicht mit mir ins Kino, sagt er. Dafür hat R angerufen und will am Wochenende was mit mir machen. Also zwangsverpflichte ich ihn für 'sofort' für die Titanic, und er hat sogar Zeit und Lust, obwohl er den Schinken schon gesehen hat. Mal wieder finde ich mich popcornfressend neben relativ fremden Herren wieder, und ich muß über mich selber lachen. Hernach quasseln wir noch 2 Stunden im kalten Auto, anstatt in eine verräucherte Kneipe zu gehen. R kann ein ganz guter Freund werden, glaube ich.

Samstag
Wieder der Bagger und die Grölkids um 8 Uhr morgens, aber diesmal ignoriere ich das bis um 10. Dann mache ich den nächsten Färbedurchlauf mit der Bettwäsche, die absolut nicht schwarz werden will. Diesmal ist das Ergebnis akzeptabel. Wasche noch ein paar andere Maschinen, räume bißchen in meiner Bude auf und schaue dann mal bei meinen Eltern vorbei, die sich auch schon beschweren, von mir würd man nix mehr sehen und hören. Danach ist Training angesagt, aber wieder niemand mit einem Plan zur Stelle. Drei kleine Mädels und ich schwimmen, was das Zeug hält, schließlich hat man selten die Gelegenheit, zu viert allein im Becken lange Strecken zu schwimmen. 3,5 km kriege ich zusammen, dann ab nach Hause. Endlich klebe ich mal diese Fotos ein, die S im November von mir gemacht hat. Irgendwas kommt auch in der Glotze, aber ich habs schon wieder vergessen.

Sonntag
Weil Training schon wieder ausfällt und ich wirklich nichts zu tun habe (Bad-putzen kann man vernachlässigen) schlafe ich erstmal richtig aus und fahre dann allein ins Coco nach LB, mit ein paar Fachzeitschriften bewaffnet, die ich lesen will. Das hat nix mit Frust oder Demonstration des Alleinseins zu tun, ich hab richtig Lust drauf. W sitzt dort schon beim Frühstück mit einer etwas vertrocknet anmutenden Verehrerin, die aber nicht sein Typ sein kann. Ist ihm irgendwie peinlich, daß ich ihn dort erwische. Ich halte freundlich smalltalk und setze mich dann zu einem jungen Typen an die  Bar, weil sonst nix frei ist. Wir kommen ins Gespräch und es ist ganz nett. Jetzt kann ich nicht mehr lesen. Ein  Freund von ihm kommt noch dazu, und wir bekommen einen Tisch und was zu essen. Als die beiden gehen, bleibe ich noch 1 Stunde sitzen, und irgendwie finde ich diesen Mittag so richtig klasse. Ich fahre noch bei C in der Agentur vorbei, aber der ist nicht da.
Also bißchen Unterlagen-sortieren zuhause, denn wer weiß, was nächste  Woche los sein wird. Dann telefoniere ich mit meiner Freundin N, und wir besprechen eigentlich auch nur Geschäftliches. Praktisch ist, daß sie alles schon weiß, was ich im Moment wissen muß.
Abends werfe ich mich in eine leicht verwegene Schwarz-Rot-Schwarz-Kombi und fahre ins ZAP, und der DJ hat heute einen besseren Tag und macht nach einer Stunde Anlaufschwierigkeiten doch noch richtig gute Musik. Vielleicht sollte ich ihm das einfach mal sagen. Der nette Typ vom letztenmal ist auch wieder da, J heißt er. Und P, den ich schon ewig nicht mehr gesehen habe, flirtet mich an was das Zeug hält, was garantiert an meinem Aufzug liegt. J meint auch etwas in der Art, ich solle jeden Tag so rumlaufen. S ist heute nicht da, aber das wußte ich vorher. W auch  nicht, vermutlich ist ihm die Dörrpflaume peinlich. Dann treffe ich noch die zwei Chaoten, anders kann man sie nicht nennen. J kann richtig gut Walzer tanzen, was mich wenig wundert, so wie der sich bewegt. Er bringt mich noch zum Auto, aber nicht bevor ich dem DJ nicht gesagt habe, daß mir seine Musik heute super gefallen hat. Der freut sich total.

Montag
ist wie immer ein schrecklicher Tag. Ich surfe im Netz herum und lache mit C aus München über die Männer :-). Mein Chef läßt zum drittenmal einen wichtigen Termin platzen, und ich fühle mich mal wieder so unwichtig wie es überhaupt nur geht, aber momentan läuft das wie gesagt an mir ab.
Von zuhause aus telefoniere ich mit 3 neuen Agenturen. Bei einer bekomme ich direkt einen Termin, der anderen darf ich Unterlagen schicken, und die dritte sucht einen html-Programmierer (wie kommen die nur darauf, daß ein Texter sowas anbietet?), sind aber 'für später' auch nicht direkt desinteressiert. Dann telefoniere ich noch mit einem Grafiker, der mir mit meinem never-ending Logo helfen wird. D hat eine Broschüre geschickt, und ich soll mal Stellung nehmen. Eigentlich eine verdammt gute Ausbeute für einen einzigen Tag.
Abends schaffe ich es endlich mal wieder zum Step, meine Kondition hat's echt nötig. Als ich heimkomme hat S mir schon eine nette Nachricht gelassen, und ich rufe ihn zurück. Wir quasseln wieder eineinhalb Stunden, verabreden uns für Freitage und zwischendrin ruft I an, um den Termin für morgen zu bestätigen.

Dienstag
ein nervenaufreibendes Mittagessen, schaurig-schön, zufällig bedingt und mit heftigen Hormonausschüttungen. Ich bin für den Rest des Tages mental gelähmt und schwebe auf rosa Wolken - mir der Sinnlosigkeit dieser Anstrengung aber durchaus bewußt. Ich brauche den Nachmittag, um mich zu erholen. Wieder runter zu kommen. Dann fahre ich zu I und wir essen Pizza und basteln zusammen ein irrsinnig beklopptes Mailing für eine irrsinnig bekloppte Zielgruppe - vermutlich wird es auch in meinem Briefkasten landen. Macht Laune. Netter Abend. Zuhause keine besonderen Vorkommnisse.

Mittwoch
gleich morgens ruft der Chef aus der Abteilung an, in die ich mich beworben habe, und bittet für nächsten Montag zu einem 'letzten Gespräch'. Und ich dachte schon, die Sache hätte sich erledigt. Abends ist mal wieder die Wohnung fällig. Sport muß ich schon wieder schwänzen.

Donnerstag
Kaffeebesuch bei C und Kollegen in der Agentur, anschließend Training. Ich schwimme enorme Strecken Delphin am Stück und kann es nicht fassen.

Freitag
wieder so ein Bürotag, der nicht enden will. Anschließend Besuch beim Grafiker, der meinen nächsten Entwurf für mein Logo einigermaßen in Ordnung findet und mir verspricht, etwas daraus zu machen. Danach ein gemütlicher Abend mit S.


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