Ich werde oft gefragt: “Warum kleben Sie so an München, warum sind Sie nicht nach...nach... und nach..... gegangen? Ich habe mich oft auf das kulturgeschwängerte Klima herausgeredet, auf die Kirchenglocken, den Weihrauchduft und die bayerische Liberalität. Man dichtet München immer die Schickimicki-Szene an, die gar nicht existiert, sondern dahinschlenzt. In München gibt es gar nicht eine feine Gesellschaft, hier sind Mutterl und Dame zu Hause, beide beten bei Pater Rupert Mayer, feiern im Deutschen Theater und kaufen am Viktualienmarkt
August Everding
Ich habe die Sache mit dem Geld niemals ernst genug genommen, ließ es so hingehen und dachte, es würde schon einmal anders werden. Kurz, um mich im Freudianerjargon auszudrücken - ich habe es entschieden ins Unterbewußtsein verdrängt, und das hat es sich nicht gefallen lassen.
Franziska zu Reventlow
Ich ging zögernd durch ein paar Pfade, die freigeschaufelt waren, in Richtung einer Kirche und eines großen gotischen Bauwerks, das wohl einmal das Rathaus gewesen sein mochte. Mal konnte man kilometerweit sehen, dann wieder ging man durch Schluchten, zu beiden Seiten ragten die Trümmerhaufen hoch. Wären die leeren Fensterhöhlen nicht gewesen, hätte man glauben können, irgendwo auf dem Balkan zu marschieren (...). Ich hatte nur die Stadt sehen wollen. Aber es gab keine Stadt. Es gab nur diese den Geist betäubende Wüste.
Walter Kolbenhoff, 1946
Ich wohne ganz nahe beim Rathaus. Und jeden Morgen, wenn ich ins Geschäft gehe, da schau ich auf die Rathausuhr hinauf, wieviel Uhr es ist, und da merke ich´s mir gleich den ganzen Tag.
Karl Valentin
München ist eine pompöse Stadt, in der ich die ersten drei Tage wie ein Träumender umherrirrte und vor lauter Eindruck nicht zum Ausdruck kam.
Franz Wedekind




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Valentin als Münchner Kindl