Mit an die Alchemie des Mittelalters angelehnten chemischen Experimenten führt der Hochstapler Franz Tausend in den Goldenen Zwanziger Jahren zahlreiche Gläubige , ja sogar Wissenschaftler hinters Licht. Tausend´s größter Fan ist zunächst kein geringerer als Erich Ludendorff, der General, der im Ersten Weltkrieg den totalen Krieg propagierte und später mit seiner Dolchstoßlegende den ständig an Zulauf gewinnenden rechtsradikalen Bewegungen kräftig Vorschub leistet. auch Für derem irrationale Gedanken- welt sind Tausends vollmundige Ankündigen, wonach er massenhaft synthetischen Gold herstellen und damit das Deutsche Volk vom Joch der im Vertrag von Versailles auferlegten Reparationszahlungen befreien würde, Wasser auf die Mühlen. Das Ganze erhält einen durchaus professionellen Anstrich. Eine Goldmacherfabrik in Aubing und ein Firmenmantel namens “Gesellschaft 164 GmbH”. An Geldgebern herrscht kein Mangel. Tausend investiert es in Betongold erwirbt Schlösser, Münchner Villen und sogar eine Bergbauanlage im sächsischen Freiberg. 1928 platzt der Schwindel. Knapp vier Jahre Gefängnis bekommt er aufgebrummt. Betrügereien bleiben weiter sein Lebensinhalt. 1942 stirbt Franz Tausend in Schwäbisch Hall.
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