Einem Husarenstück des Welfensprosses Heinrich dem Löwen ist die Stadtgründung Münchens im Jahre 1159 zu verdanken. Er zerstört eine wichtige Verbindungsbrücke über die Isar bei Freising und läßt sie etwa 35 km weiter südlich wieder aufbauen. An einem Ort namens Munichen, benannt nach einer alten Mönchssiedlung. Somit bringt er den Bischof von Freising um seine Zollpfründe und macht München zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt im Geflecht der alten Handelsstraßen. In der Folge entwickelt sich München zu einer bedeutenden Stadt des Reiches. Besonders unter dem straffen Regiment von Kaiser Ludwig dem Bayer erblüht die Stadt und bekommt eine mit vier Haupttoren bestückte Stadtbefestigung. Der politische Stellenwert wächst mit militärischen Erfolgen des Kaisers. In einer der letzten großen Schlachten des Spätmittelalters besiegt er das österreichische Heer bei Ampfing. In den nächsten Jahrhunderten prosperiert die Stadt als Nadelör für den Salzhandel. Französischen Glanz a la Versailles verleiht Kurfürst Max Emanuel der Stadt im 17. Jahrhundert. Unsterblich macht er sich als Retter des Abendlandes, als er mit seinen bayerischen Truppen vor Wien die Türken in die Flucht schlägt. Als Andenken an diese militärische Episode etabliert sich in München eine Sesselträgerzunft aus türkischen Gefangenen.Der Glanz des Blauen Kurfürsten verblaßt jedoch schnell. München wird von den Österreichern besetzt. Ein von Bauern aus dem Umland angeführter Aufstand endet in der blutigen Sendlinger Mordweihnacht
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