Geschicktes Taktieren während der napoleonischen Kriege verhilft dem bayerischen Herzogtum Anfang des 19. Jahrhunderts zur Königskrone. Vor allem unter der Regie Ludwigs I. verwandelt sich die noch mittel- alterlich anmutende Stadt in ein glänzendes IsarAthen. Monumentale Straßenzüge sprengen die Stadtgrenze. Prachtvolle Plätze und Bauten entstehen nach antiken Vorbildern: Königsplatz, Ludwigsstraße, Prinzregentenstraße. In der zweiten Jahrhunderthälfte halten auch angelockt vom Ludwig-Sohn Max II. - Wissenschaft und Literatur Einzug in der Stadt. Unter der glitzernden Fassade Münchens schlummern allerdings große Armut und Wohnungsnot. Zwei große Hungersnöte in der ersten Jahrhunderthälfte - 1815 und 1846 - hat die Stadt zum Überstehen. Nur allmählich findet München Anschluß an die andemorts rasant verlaufende Industrialisierung. “Wie sehr auch die wahrhaft großartigen Kunstschöpfungen Münchens allgemeine Bewunderung und Anerkennung verdienen, so ist doch nicht zu bestreiten, daß in dem Bayernlande eine weise Beimischung des Nützlichen zum Schönen noth tut”, läßt dazu der Leipziger Anzeiger dazu verlauten. Immerhin kann München mit Josef Anton Ritter von Maffei einen Unternehmer besten Kalibers vorweisen. Er avanciert mit seiner Hirschauer Fabrik zu einem Eisenbahnbauer von internationalen Format. Eine Skyline aus Schornsteinen und Schloten bleibt der Stadt jedoch erspart. Gottseidank! Ausgehend vom Sieg des Deutschen Reiches gegen Frankreich erlebt auch München 1871-1873 seine Gründerjahre. Spekulationen um Grundstücke und um oftmals obskure Unternehmungen treiben wilde Blüten und letztlich zahlreiche Münchner in den Ruin. Der auf ganz Europa ausstrahlende Gründerkrach findet in der Schwindelbank der Adele Spitzeder einen ganz speziellen Münchner Colorit. Nach längerer Durststrecke schreitet auch München beschleunigt ins moderne 20. Jahrhundert.

Geldkomplexe

Wundersame Karriere
eines Revoluzzers

Lonesome Town

Zwischen Gestern und Morgen

Von nun an geht´s
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München und der
Fasching

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