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Die Stadt Glückstadt hatte im Jahr 1994 ca. 12.146 Einwohner auf einer Landfläche von 1.018 Hektar und einer Gesamtfläche von ca. 2.278 Hektar (inkl. einer Wasserfläche von ca. 1.260 Hektar).
Der Arbeitsmarkt in Glückstadt zeigt nach den Boomjahren von 1990 bis 1992 und dem ernüchternden Einbruch von 1993 - hervorgerufen durch die weltweite Konjunkturschwäche - leider bis heute keine Stabilisierungstendenzen.
Die Zahl der Kurzarbeiter und der arbeitslos gemeldeten Personen ist gegenüber dem Vorjahr weiter angestiegen.
Hinsichtlich der Zahl der Arbeitslosen und der Entwicklung der Arbeitslosenquote im Vergleich zu der Entwicklung auf Landesebene gibt folgende Aufstellung Aufschluß (jeweils vom 31.10 des Jahres):
Glückstadt Schleswig-Holstein
Arbeitslosenzahl Quote Jahr Quote Arbeitslosenzahl
1.265 15,1% 1985 10,5% 111.174 891 10,6% 1986 9,7% 102.197 877 9,0% 1987 9,6% 100.996 760 7,8% 1988 9,5% 100.782 681 7,0% 1989 8,7% 92.399 605 6,0% 1990 7,5% 80.709 549 5,3% 1991 6,7% 73.769 609 5,9% 1992 7,0% 78.653 795 7,5% 1993 8,4% 94.764 831 7,8% 1994 8,5% 96.639 840 8,0% 1995 8,7% 97.898
Wirtschaftliche Struktur
Die Stadt Glückstadt ist vorwiegend eine Gewerbe- und Handelsstadt mit großen Dienstleistungsbereichen.
Glückstadt liegt an der Bundesstraße 431. Nach dem Ausbau der B 431 und der Direktanbindung an das 1975 fertiggestellte Störsperrwerk stellt diese Straße eine bedeutende Verbindung zwischen dem Industriegebiet Brunsbüttel und dem Wirtschaftsraum Glückstadt dar.
Der Standortnachteil durch die Randlage an der Elbe und Störmündung wird zum Teil aufgewogen durch die Eisenbahnverbindung Hamburg-Altona/Itzehoe/Westerland und durch eine leistungsfähige Fährverbindung zwischen Schleswig-Holstein und Nordniedersachsen, die trotz des Elbtunnels in Hamburg nach wie vor ihre Bedeutung insbesondere hinsichtlich des Schwerlastverkehrs hat, aber auch durch den allgemeinen Personen- und Urlaubsverkehr recht gut frequentiert ist. Im Rahmen des Bundesverkehrswegeplanes ist eine weitere feste Elbquerung westlich von Hamburg vorgesehen.
Ein landeseigener Hafen an der Elbe ermöglicht das Umschlagen von Rohprodukten und Gütern in bestimmten Branchen. So betrug der Gesamtumschlag im Glückstädter Hafen im Rechnungsjahr 1995 rund 214.539 Tonnen; es wurden 6.308 Schiffe abgefertigt und 14.966 Personen von oder nach Glückstadt befördert. In Glückstadt registriert sind zwei Fischereifahrzeuge, 6 Binnenschiffe, 2 Seeschiffe, 4 Behördenschiffe und ca. 170 Sportfahrzeuge. Im Rechnungsjahr 1995 stiegen die Fischanlandungen auf 92 Tonnen. Damit nimmt der Glückstädter Hafen im Vergleich der Landeshäfen an der Westküste des Landes Schleswig-Holstein mit eine führende Stellung ein.
Als größter Industriegebiet ist eine Papierfabrik und Baumwollbleicherei in Glückstadt angesiedelt. Daneben sind weitere Mittelbetriebe von Bedeutung wie im produzierenden Gewerbe eine Farbenfabrik, ein Heizkraftwerk und eine Großwäscherei. Ferner sind im Stadtgebiet ansässig Druckereibetriebe, ein Eisenbahnausbesserungswerk mit einer gesonderten Ausbildungswerkstatt und ein fischverarbeitender Betrieb.
