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| NSU K 70
"NSU präsentielt ein neues Automobil", den NSU K 70, so stand es in der Pressemitteilung vom März 1969 geschrieben. Der frontangetriebenen, geräumigen Limousine fiel die Aufgabe zu, das NSU-Programm, das zu der Zeit beim Prinz 4 begann und beim Ro 80 endete, in der so wichtigen Mittelklasse zu ergänzen. Der Buchstabe " K" ließ ein tiefgründiges System erkennen: Während beim Ro 80 die Silbe " Ro" Rotationskolbenmotor bedeutete, veltrat der Buchstabe " K" den Kolbenmotor, weil NSU plante, den K 70 später auch alternativ mit einem Rotationskolbenmotor auszurüsten (Ro 70). Der Karosserie-Entwurf stammte, wie beim Ro 80, aus der NSU-Styling-Abteilung, doch beim K 70 stand nicht die aerodynamische Form im Vordergrund. Sein Konstruktionsziel war ein hochmodernes Fahrzeug für die Familie. Das Charakteristische an diesem Design war jedoch die "Tieftaille", die so niedrig ausgelegt wurde, daß ein bisher niemals beobachtetes Verhältnis von Korosserie- zu Fensterfläche bestand. 2,62 qm Glas sorgten für ein freies Blickfeld nach allen Seiten. Gewiß eine gute Sache zum Wohle der Fahrsicherheit. Bei der Karosserie wurde vorn viel Verformungsraum vorgesehen, hinter der Stoßstange aus rostfreiem Edelstahl verbarg sich - eingefügt in den Ganzstahl-Karosseriekörper - ein stabiler, querliegender Kastenholm, der Aufprallenergie im Falle einer Karambolage in die erste Verformungsstufe leiten sollte. Mit dem neuen 1,6-Liter-Vieltaktmotor des K 70 setzte NSU seine Serie bewählter Hubkolbenmotoren folt, die nun mit umgekehltem Vorzeichen - Wasserkühlung und vornliegender Motor - nur scheinbar aus der Reihe tanzten. Die kompakte Bauform des kompletten Triebwerks verriet eine ähnliche Konzeption, wie sie den luftgekühlten Heckmotoren der 1000- und 1200-ccm-Reihe vorgegeben war. Von einem Flachstrom-Doppelvergaser gespeist, leistete die als Kurzhuber ausgelegte Maschine mit obenliegender Nockenwelle und fünffach gelagelter Kurbelwelle 90 PS. Die Einscheibentrockenkupplung saß, wie allgemein üblich, hinter dem Schwungrad außerhalb des Kurbelgehäuses. Dann allerdings ändelte sich das Bild: Bindeglied zum Viergong-Schaltgetriebe war eine Steckachse, die sich mit wenigen Handgriffen herausnehmen ließ. Motor, Kupplung und Getriebe konnten ohne aufwendige Demontage voneinander getrennt werden. Frontantrieb und ein kompaktes Zwei-Etagen-Triebwerk am idealen Platz über der Vorderachse, das war NSUHandschrift, die bereits am Ro 80 eine neue Marke für zielsicheres Lenken und Fahren setzte. Beide Vorderochsen zeigten somit das gleiche Prinzip, jedoch am NSU K 70 im Detail manche konstruktive Veränderung. Die vordere Einzelradaufhängung mit schräggestellten Schroubenfedern, Gummizusotzfedern und
Teleskopstoßdämpfern wurde zur spezifischen NSU-Vorderochsgruppe
entwickelt. Sei ihr woren solide Souweise, sichere Rodführung und
Leichtgewicht der ungefederten Mossen vereinigt. Im Gegensotz zum Ro 80
boute NSU, um die Kurvenneigung zu verringern, hinten zusätzlich einen
Querstobilisotor ein.
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