Flyfishing at the Doubs

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Das Wasser



Ein kurzer Ueberblick
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St.Ursanne




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Das Jahr

Maerz/April
Die Saison am Doubs beginnt am ersten Maerzsamstag. In den zwei ersten wie auch in den beiden letzen Wochen werden keine Tages- und Wochenkarten verkauft. Oft ist es zu dieser Zeit sehr kalt, und nicht selten sind die Ufer schneebedeckt. Auch die legendaere Doubs-Forelle macht sich noch rar. Bei kaltem, klarem Niedrigwasser und Nordostwind sind die Doubser definitiv im Keller. Ueber die Mittagszeit bis in den Nachmittag hinein schwaermen bereits die ersten Eintagsfliegen: die Olivfarbenen (Baetis rhodani). Das bringt aber vorerst nur die gewoehnliche Bachforelle und die (noch geschonte!) Aesche zum Steigen.
Weit erfolgversprechender ist die Angelei unmittelbar nach Hochwassern. Zaepflifischer und auch die am Doubs haeufig anzutreffenden Angler mit dem Cuillere vaironnee haben nun gute Chancen, die ersten Doubser zu fangen. Cuillere vaironnee ist ein System fuer tote Elritzen, dem ein Spinner vorgeschaltet ist. Die Fangaussichten steigen mit der Wassertemperatur. Das Schneewasser ist bis Ende April in der Regel vorbei.

Mai/Juni
Sobald es waermer wird, beginnt am Doubs die beste Zeit. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Nicht selten trueben heftige Regenfaelle das Wasser und lassen den Doubs stark anschwellen. Bei normalem Wasserstand hingegen steigen die Fische den ganzen Tag nach Eintagsfliegen, vor allem bei bedecktem Himmel. Ein gutes Sortiment an Entendaunenfliegen, einige Koecherfliegenimitationen und ein paar Nymphen genuegt. Nun sind auch echte Maifliegen zu beobachten. Bachforelle, Doubser und Aeschen steigen jetzt oft im selben Lauf.

Ab 16. Mai, wenn die Aesche, aufgeht, darf in Watstiefeln gewatet werden (Wathosen sind verboten). So lassen sich auch unzugaengliche Laeufe befischen, und eine Vollpackung mit sechs Edelfischen ist durchaus moeglich. Laengere Ruten zwischen 9 und 10 Fuss sind am Doubs das ganze Jahr ueber von Vorteil. Fuers Trockenfliegenfischen und das Fischen mit der Nymphe genuegt Schnurklasse 5. Wer auch mit dem Streamer fischt, bevorzugt Schnurklasse 7 oder 8.

Auch die Zapfenfischer haben nun auf feines Geschirr umgeruestet. Natuerliche Koeder, zum Beispiel die Larven von Steinfliege und Koecherfliege, sind nun die bevorzugten Koeder. Einige Spezialisten schwoeren aber auf Nymphen.

Hochsommer/Herbst
Bei grosser Hitze wird am Doubs nur in den fruehen Morgenstunden und am spaeten Abend geangelt. Tagsueber doesen die Fische irgendwo am Grund und verdauen die Mahlzeit der letzten Nacht. Zudem sorgen Kanufahrer und manchmal auch Badende fuer Unruhe. Nach sechs Uhr abends ist der Fluss fuer Kanufahrer gesperrt - die Fischer sind wieder unter sich. Der Abendsprung ist meist kurz und heftig und verspricht oft mehr als er haelt. Im riesigen Futterangebot haben die Fische offenbar Muehe, den Koeder der Angler zu finden.

Das Fischen ist bis Mitternacht erlaubt, und wer nach dem Abendsprung noch etwas laenger bleibt, hat beste Chancen, einen der begehrten Doubser zu haken. Die Fische suchen nun in den seichten Uferpartien nach Koecherfliegen. Eine langsam gezogene Sedge bringt schoene Fische zwischen 30 und 40 Zentimetern, doch groessere Exemplare sind jederzeit moeglich.
Sobald im September die Wassertemperatur faellt, beginnen die Fische Winterspeck anzulegen. An trueben Tagen tafeln sie nun wieder den ganzen Tag. Fliegenfischer, Zapfenfischer und Spinnangler mit der toten Elritze am System haben wieder gute Chancen, bis Ende September echte Doubser zu ueberlisten.

Uebrigens: Wer nach stundenlangem erfolglosem Werfen nicht mehr glaubt, dass im Doubs Fische leben, sollte den Fluss unbedingt mal im Winter zur Forellenlaichzeit besuchen. Was er da durch die Polaroidbrille sieht, ist nicht nur ein fantastisches Naturschauspiel, sondern ueberzeugt den groessten Skeptiker, dass es die beruechtigten Doubs-Giganten tatsaechlich nicht nur in Geschichten gibt...



St.Ursanne

Das malerische Staedtchen mit der beruehmten Kathedrale ist der groesste Schweizer Ort am Doubs. Ein Fischerladen, Hotels und Restaurants machen das Staedtchen zum idealen Ausgangsort fuer Fischerferien. Der Doubs zwischen Tariche und St. Ursanne ist schnelles Wasser und wer das Fischen hinter grossen Felsen liebt, ist hier genau richtig. In der Folge wird das Tal wieder etwas weiter und abwechslungsreich: Der Doubs fliesst mal gemaechlich durch Wiesen, dann folgt wieder eine schnelle Strecke ueber Felsen und Kanten.
Etwas haeufiger sind hier langgezogene Laeufe mit gutem Aeschenbestand. Andere Partien wiederum sind felsig und weisen oft sehr tiefe Loecher auf, aus denen alljaehrlich auch einige mehrpfuendige Doubs-Forellen gefangen werden. Gute Chancen fuer Kapitale bietet auch die Strecke unterhalb von St. Ursanne: Im Maerz 1996 wurde hier ein Exemplar von fast 70 Zentimetern gefangen! Das Tal wird in Richtung Frankreich immer offener, der Doubs immer breiter und traeger. Der Bestand an Weissfischen nimmt zu. In ruhigen Gumpen leben vermehrt Hechte


Soubey

Nur wenige Kilometer nach der Grenze erreichen wir das kleine Juradorf Soubey. Das Hotel du Cerf, direkt am Doubs gelegen, ist das eigentliche Zentrum der Fischer. Hier kann man nicht nur uebernachten und sich verpflegen - der Wirt Alain José gibt auch Tages- und Wochenpatente aus. In der Wirtsstube ist auch immer das Neuste ueber die aktuelle Lage am Wasser zu erfahren. Wer der franzoesischen Sprache unkundig ist, richtet sich an den Basler Tisch. Hier verkehren oft exzellente Fliegenfischer, die auch dem Gast manchen Tip und Trick verraten.

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Was fuer ein ...

Doubser

Doubsforelle

Die Doubsforelle, die sich visuell von der Bachforelle unterscheidet (Hauptmerkmal sind vier schwarze Streifen aehnlich wie beim Egli (Barsch) und es sind nur wenige (<5) rote Punkte zu finden) ist eine Unterart der Bachforelle, die aber zur mediterranen Unterart der Bachforellen gehoert. Sie ist die urspruenglich heimische Forelle im Doubs. Es ist zu beobachten, dass sich die zwei Arten der Bachforelle vermischen koennen, dieser Umstand stellt eine Gefaehrdung der Doubsforelle dar.