BROKER'$ - die abizeitung98

 

Jörg spannt aus auf einer Wahler-House-PartyJörg Schaffelhofer
LKs: Mathe/ Erdkunde

 

Hundejahre

 

 

Jörgs HaltungsschädenNoch in der Nachkriegszeit hatte unser Jörg mit den Alltags-problemen der damaligen Zeit zu kämpfen, da viele dachten, daß er mittels seiner Haarpracht ausschließlich seine politische Gesinnung zum Ausdruck bringen wollte. Doch das ist ein Trug-schluß!
Seine Glatze läßt sich auf die schlechten finanziellen und hygie-nisch unzumutbaren Verhältnisse in den Slums von dem vom Krieg zerstörten Arnshausen zurückführen, die es ihm nicht er-möglichten Haare zu tragen.
Seine Leidenschaft zum Fußball entwickelte sich bereits in jenen frühen Jugendjahren, denn Jörg sichert sich seinen Teil des rationierten Essenswie in den heutigen süd-amerikanischen Provinzkäffern bestand die einzige Freizeitbeschäftigung der Strassenkinder darin, Klebstoff zu schnüf-feln und sich den geschickten Umgang mit der runden Schweinsblase anzueignen.

Doch aufgrund seiner Bierwanne waren schwerwiegende Hal-tungsschäden die Folge (siehe Abb.1), die Schaffel das Laufen auf dem Feld unmöglich machten und er somit zum Fligenfänger im Tor degradiert wurde.
Trotz all dieser Handikaps bewies er ein stark ausgeprägtes Re-aktionsvermögen und wurde allein wegen dieser Fähigkeit von seinem Vater für die Ablösesumme in Form eines Apfels und eines Eis (siehe Abb. 2) vom FC Trümmerhaufen Arnshausen an die Kissinger Kraterkicker, die 06er verkauft. Somit stand sei-nem sportlichen und gesellschaftlichem Aufstieg nichts mehr im Wege.

Doch zuvor mußte er als sogenannter „Jungspunt“ Unterwürfigkeit demonstrieren und konnte lediglich seinen Trainer mit Demutsgebärden und kleinen Geschenken (siehe Abb. 3) dazu bewegen, ihn als linken Torpfosten in die Mannschaft aufzunehmen.
Schaffel bezeugt seine DemutAufgrund von Frust und Minderwertigkeitskomplexen, die sich in diesem Lebensab-schnitt in ihm aufstauten, entwickelte er sein bis heute Bestand habendes Le-bensmotto: HOPFEN UND MALZ, SCHÜTT ‘S ‘NEIN HALS!



Ab dieser Depressionsphase seines Daseins entwik-kelten sich in ihm wahnwitzige Utopien und Schlupp griff nach den grünen Sternen. Er wollte:
- das Gymnasium besuchen
- die Reifeprüfung ablegen
- die Nordsee beschiffen
- eine Frau dominieren
- ein MICRICHES Auto besitzen
- beim HSV Fußball spielen
- endlich mal einen wegstecken
und HEUTE EIN KÖNIG (siehe Abb. 4) sein!

Doch bis heute ist er lediglich unser aller SCHULOPA, dessen Weis(s)heit sich an seinem roten Bart bemessen läßt.

Aber nix für ungut:Heute ein König !

Denn hast Du mal die Schnauze voll
und denkst so geht ‘s nicht weiter,
reiß’ noch ‘nen Witz und sauf wie doll,
so bist gleich wieder heiter.
Sehr zum Segen,
von uns ist ‘s gegeben!


 

 



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jörg schaffelhofer

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update: 02.02.1999
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