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Jörg
Schaffelhofer
LKs: Mathe/ Erdkunde
Hundejahre
Noch
in der Nachkriegszeit hatte unser Jörg mit den Alltags-problemen der damaligen
Zeit zu kämpfen, da viele dachten, daß er mittels seiner Haarpracht ausschließlich
seine politische Gesinnung zum Ausdruck bringen wollte. Doch das ist ein
Trug-schluß!
Seine Glatze läßt sich auf die schlechten finanziellen und hygie-nisch
unzumutbaren Verhältnisse in den Slums von dem vom Krieg zerstörten Arnshausen
zurückführen, die es ihm nicht er-möglichten Haare zu tragen.
Seine Leidenschaft zum Fußball entwickelte sich bereits in jenen frühen
Jugendjahren, denn wie
in den heutigen süd-amerikanischen Provinzkäffern bestand die einzige
Freizeitbeschäftigung der Strassenkinder darin, Klebstoff zu schnüf-feln
und sich den geschickten Umgang mit der runden Schweinsblase anzueignen.
Doch aufgrund seiner Bierwanne waren schwerwiegende Hal-tungsschäden die
Folge (siehe Abb.1), die Schaffel das Laufen auf dem Feld unmöglich machten
und er somit zum Fligenfänger im Tor degradiert wurde.
Trotz all dieser Handikaps bewies er ein stark ausgeprägtes Re-aktionsvermögen
und wurde allein wegen dieser Fähigkeit von seinem Vater für die Ablösesumme
in Form eines Apfels und eines Eis (siehe Abb. 2) vom FC Trümmerhaufen
Arnshausen an die Kissinger Kraterkicker, die 06er verkauft. Somit stand
sei-nem sportlichen und gesellschaftlichem Aufstieg nichts mehr im Wege.
Doch zuvor mußte er als sogenannter „Jungspunt“ Unterwürfigkeit demonstrieren
und konnte lediglich seinen Trainer mit Demutsgebärden und kleinen Geschenken
(siehe Abb. 3) dazu bewegen, ihn als linken Torpfosten in die Mannschaft
aufzunehmen.
Aufgrund
von Frust und Minderwertigkeitskomplexen, die sich in diesem Lebensab-schnitt
in ihm aufstauten, entwickelte er sein bis heute Bestand habendes Le-bensmotto:
HOPFEN UND MALZ, SCHÜTT ‘S ‘NEIN HALS!
Ab dieser Depressionsphase seines Daseins entwik-kelten sich in ihm wahnwitzige
Utopien und Schlupp griff nach den grünen Sternen. Er wollte:
- das Gymnasium besuchen
- die Reifeprüfung ablegen
- die Nordsee beschiffen
- eine Frau dominieren
- ein MICRICHES Auto besitzen
- beim HSV Fußball spielen
- endlich mal einen wegstecken
und HEUTE EIN KÖNIG (siehe Abb. 4) sein!
Doch bis heute ist er lediglich unser aller SCHULOPA, dessen Weis(s)heit
sich an seinem roten Bart bemessen läßt.
Aber nix für ungut:
Denn hast Du mal die Schnauze
voll
und denkst so geht ‘s nicht weiter,
reiß’ noch ‘nen Witz und sauf wie doll,
so bist gleich wieder heiter.
Sehr zum Segen,
von uns ist ‘s gegeben!

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