|
Simon
Paquet
LK´s: Englisch, Geschichte
Und täglich grüßt das
Murmeltier
Ein Tag wie jeder andere. Früh
morgens irgendwo in der Nähe des Parkwohnstiftes, Simon P. wacht auf,
„Theithe wieder einen Tag älter.“.
Immer noch benommen von seinen schmutzigen Träumen steht er auf, Bumm,
„Upth, dietheth Chaoth.“
Noch immer neben sich stehend geht er ins Bad, schaut in den Spiegel und
denkt sich:
„Wath bitht du denn für einer?“.
Nach intensiver, aber nach Friseurbesuch weniger zeitaufwendiger Körperpflege
be-gibt sich Simon zum Frühstück. Pünktlich um acht Uhr verläßt er das
Haus, schwingt sich auf seinen Roller, und fährt zur Schule, wo er fast
pünktlich um 8:05 eintrifft. Ohne sich zu entschuldigen stürmt er das
Bohrersche Klassenzimmer, setzt sich und beginnt das allmorgendliche Bibelstudium
– ct´ Das Magazin für Computertechnik.
Gelegentlich seine Lektüre durch chauvinistische oder intellektuelle Tiefflieger
diskri-minierende Zwischenrufe unterbrechend, erwartet er das Ende der
Stunde. Nach der Pause folgt Englisch Leistungskurs bei Herrn Spor. Das
Nichtvorzeigen seiner Hausaufgabe entschuldigt er meist mit folgendem
Satz:
„Die Putthzfrau hat mein Thäuch verthlammt.“.
Doch er stößt auf mangelndes Verständnis - „Gehen sie erstmal nach Hause
und lernen sie ihr ‚th‘!“ (Zitat Spor). Schlagfertig wie
Simon P. ist antwortet er tollkühn
:“ Mein dhiäith ith doch voll thuper!“.
Fünfte und sechste Stunde wäre dann Ethik, aber
„Theithegal das thwänz ich.“
Daheim angekommen surft Simon P. mit einer Packung Katjes auf dem Schoß
im In-ternet, immer auf der Suche nach geilen Bildern von Cindy Crawford
und Mili Avital. Gerade in dem Moment steigender Möglichkeiten, klingelt
es an der Tür – der Mann von UPS.
Er liefert die schon längst ersehnte Computerhardware für SYCRIS GDBR,
die Simon P. vor einem Jahr mit Christoph R. gegründet hat. Durch den
finanziellen Auswurf sei-nes Computerimperiums war er auch in der Lage,
gelegentliche Defizite beim Auto-fahren zu bewerkstelligen. „Männle, Männle,
bist mir ah so a Akdeur“.
Zwischen vier und fünf ist jeder Anruf vergebens, da Simon P. gebannt
vor dem Fern-seher sitzt, um sich Babylon 5 reinzuziehen. Um sechs Uhr
begibt sich der Fein-schmecker und Weinliebhaber zum fast schon heimisch
gewordenen Parkhotel Laudensack - um zu spülen. Nachdem er „wath
ganth Feineth“ geschnorrt hat, läuft die zweite und beste Inkarnation
Gottes, hysterisch von den weiblichen Fans angehim-melt, in den Saalbau
ein.
Nach vorzüglichen Trainingsergebnissen, die ihm einen (Stamm?) Platz in
der dritten Kissinger Mannschaft gesichert haben, verläßt der Karch Kiraly
des Bad Kissinger Volleyballs völlig ohne Starallüren den Ort des Triumphes.
Zuhause angekommen geht Simon P. wieder seiner Lieblingsbeschäftigung
nach und gibt sich ganz der virtuellen Frauenwelt hin. Nach erfolgreichem?
Absch(l)uß geht Simon P. zu Bett um sich seinen Fantasy Romanen zu widmen.
Schließlich gibt er sich völlig seinen hemmungslosen Träumen hin.
 
|