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Der uns das Kölsch brachte
Welch eine Überraschung ward uns zuteil, als zu Beginn des Schuljahres
95 / 96 unsere einheitliche Tristesse überragt wurde von einem gewissen
Martin Kirchturm, äh, Verzeihung, Kirchhoff !
Ihn hatte es aus der Rheinmetropole Engelskirchen (weltbekannt !) in die
ländliche Idylle der Vorrhön verschlagen, wo er auch noch nach dieser
langen Zeit mit diversen linguistischen Barrieren zu kämpfen hat (ja,
ja, wir wissen mittlerweile „viertel fünf“ = „viertel nach vier“ und „Fasching“
heißt nicht „Fasching“, sondern „Karneval“!) !!!!!!!!!!
Aber es dauerte nicht lange, bis wir „Provinzler“ unser rheinisches Urgestein
ins Herz schlossen:
Für die
einen ist es der Martin, für die anderen der beste Kumpel der Welt!
Dies erkennt man schon daran, dass er es sich nicht nehmen
lässt, auch im heftigsten Schneege-stöber mit seinem Fahrrad, lediglich
durch heiße Klänge aus seinen überdimensionalen Kopfhörern vor der Kälte
geschützt, von seiner Wahlheimat Hausen nach Zahlbach ins „Land-unter“
radelt, um sich mit seinen Freunden ausgiebigen Gelagen hinzugeben.
Seine äußerst ausgewogene Gemütsart erkennt man desweiteren darin, dass
unser überzeugter Pazifist als Kampftaucher zur Bundeswehr gegangen wäre,
hätte eine höhere Macht ihn nicht mit solch einem Körperwachstum beschenkt
(der kleine Unterschied ?). Denn nicht nur das Schwim-men gehört neben
Fahrrad fahren, Basketball und Marina zu seinen großen Leidenschaften,
son-dern auch ausgiebige Wortgefechte mit einem Namensvetter einer bekannten
deutschen Brauerei, der ihm in der Größe zwar ebenbürtig, rhetorisch aber
bei weitem unterlegen schien (man denke nur an die ausgefeilten Auftritte
montags und freitags zur Mitte der ersten Stunde !).
Anderen Lehrern dagegen gelang es, ihn durch ihre motivierende Art zu
Höchstleistungen zu ani-mieren (siehe die Facharbeit in seinem Lieblingsleistungskurs
WR !) oder die Liebe zu fernen Ländern zu wecken (Japan !) !!!!!!
Also Martin, wir wünschen Dir für Deine Zukunft viel Spaß als Zivi, Erfolg
bei Deinem Doppel-studium BWL / Jura, eine nette japanisch-deutsche Mischung
(!), dass Deine Jerry-Cotton-Romane nie zu Ende gehen und dass Du diese
Weisheit immer beherzigst:
Fährt man vorwärts an die Laube, verkleinert sich die
Motorhaube !

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