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Felix Kestler (E/EK) - oder Wer zu spät kommt...

Felix probiert sich zum Schrecken seiner Eltern als Kettenraucher5 nach 8: „... Hammerl?“ „JA!“; „...Keßler?“ „Ja.“, „...Kestler? ....Kestler?“ (einstimmiger Tenor der Klasse:) „Der kommt noch.
Und tatsächlich. 5 weitere Minuten später, gelegentlich aber auch erst nach einer halben Stunde, stürzt ein zer-knautschtes Etwas in roter Regenjacke zur Tür herein. „Hmm, grmbl, verschlafen, msnu...“ brummelnd bewegt sich das Knäuel aus eingeschwollenen Augen, ungekäm-mten, ungebändigten Haaren und Zahnpastaresten an der Backe zu seinem Stuhl.
Der typische spektakuläre Morgenauftritt unseres Felix K. aus Garitz. Eine auf dem Tisch durchschlafene Stunde später ist Felix endlich ohne Risiko für Leib und Leben ansprechbar und läuft besonders in ausgewählten Fächern als Klassenkasper zu Höchstform auf.
Es vergeht keine Stunde in Englisch ohne komödiantische Verbalschlachten mit P. Spor und im Erdkunde-Lk beim Schopf trumpfte er sogar mit 15 Punkten auf; das obwohl er noch einige Jahre zuvor nicht Osten von Westen unterscheiden konnte.
Als Schopf-Jünger und stadtbekannter Felix meint es gut mit seinen ungebildeten Mitschüler und verkürzt uns die Fahrzeit mit Literaturlesungen...Amerika-Freak stand es für ihn sofort fest, dass die US-Nationalparks Thema seiner Facharbeit sein sollten. Durch eigene Erfahrungen, die der Naturmensch Felix bei Aufenthalten in der Wildnis seiner Lieblings-staaten Maine und Montana sammelte, schrieb sich die wie von selbst.
Um so mehr Zeit bleibt ihm für ein Hobby, das für Eingeweihte spannend genug für stundenlangen Erfahrungsaustausch zu sein scheint (schlimm nur für den, der zwischen Deo und Felix sitzt): Fliegenfischen, von unverständigen Banausen auch Angeln genannt. Als Ausgleichssport zu dieser schweißtreibenden Aktivität dient ihm Eishockey. Dem schwarzen Objekt der Begierde (Puck!) jagt er bisweilen 5-6 mal die Woche in gleich zwei Mann-schaften des EC BK hinterher, wobei ihn besonders die Auswärtsfahrten viel Zeit kosteten. Auch das ständige Training verlangte ihm alles ab, so dass er das Feiern oder seine Arbeiten stets erst nach demselben begann.
Dementsprechend verschob sich deren Ende um mehrere Stunden nach Mitternacht. Manchmal reichte sogar das nicht, wie z.B. am Facharbeitsabgabe-termin, an dem er erst um 18.00 den Weg zum An-wesen von Werner, dem Korrektor, fand. Als Folge davon erlitt er durch Einwirkung von Kollegstu-fensheriff Johann K. einen Gehörschaden.
Zur Veranschaulichung seiner Erkenntnisse benutzt Felix auch gern Skizzen mit turbulenten Erläute-rungen, die jedoch eher zur Felix lebt seine abartigen sexuellen Vorlieben mal wieder an hilflosen Mitschülern aus... :-)Verwirrung als zum Verständnis beitragen. Ähnliches Durcheinander ist auch in Felix‘ Fahrstil festzustellen; dass er bei der Führer-scheinprüfung gleich mal eine rote Ampel geboostet hat, hätte uns von Anfang an zu denken geben sollen.
Bei einem Kurztrip nach Bonn bekam Daniel den echten Felix „Schumi“ Kestler mit. Rote Ampeln in der Innenstadt kann man beachten, muss man aber nich und bei Einfahrt in eine mehr-spurige Vorfahrtstraße mit fließendem Verkehr kann man ruhig 100 km/h schnell sein, irgendwo wird sich ja ne Lücke finden. Er besteht jedoch darauf, dass er trotz rasanter Fahrweise unfall- und Polizeikontakt-frei blieb. Bisher scheint er seinem selbstverkündeten Motto "schnell und sicher" noch treu zu bleiben.
Mit die größte Freude für ihn sind die Trips zur Verwandtschaft in der Oberpfalz, von denen wir am folgenden Tag als „Boah, bin scho widda 200 gschürt!“ erfahren.
Doch Friede sei mit Euch, Deutschlands Straßen sind sicher, denn Franz und Christa (das beliebte Lehrerduo aus Garitz) sorgen schon dafür, dass Felix nur bei gutem Benehmen den Autoschlüssel zu Gesicht kriegt.
Da allerdings seine Weigerung das Zimmer aufzuräumen oder das vorgesetzte Essen zu akzep-tieren der Regelfall ist, ist er eher als Mitfahrer denn am Steuer anzutreffen. Aufgrund der weithin hörbaren Meinungsverschiedenheiten, soll seine Regierung sogar schon überlegt haben, ihn ins Exil zu schicken. Daher ist es auch gut nachvollziehbar, wenn Felix lieber durch die Gegend pol-tert, als sein Aquarium zu säubern.
Schon auf dem Skikurs in Österreich fiel Felix durch nächtliche Kampfsportattacken auf (noch) klein-wüchsige Mitschüler auf. Bei einem Trip in die Stadt der Liebe, Paris, waren seine NHL-Anwärter-freunde für seine Dolmetscherdienste derart dankbar, dass sie ihm eine Taschengeld-Lolita als Freundin auf Zeit erwarben; doch böse Zungen behaupten, der Alkohol habe ihm im letzten Augen-blick einen Keuschheitsgürtel angelegt.
Felix verschafft sich sichtliche Befriedigung auf Kosten des mißbrauchten Daniel... :-)Bei der schon legendären Budapest-Tour 96 glänzte Felix als „Klofrau“: als Gast auf dem Reuter-Wahler-Javi Zimmerbesäufnis verschwand er gegen 2.00 auf der Bedürfnisanstalt, welche, als er sie gegen 5.30 schon totgeglaubt wieder verließ blitzte, wie noch nie zuvor. Ein etwas säuerlicher Geruch war jedoch nicht zu leugnen. Auch an der Praha-Fahrt 97 war er aktiv involviert; seine Vorlieben für Corona, Sol und Desperados zeigen sich auch in den regionalen Discos (Knetzgau und airport!). Als passionierter Lagwagon-Pulliträger durfte er natürlich auf den Konzerten von Set a drift, NOFX, Snap-case und eben Lagwagon nicht fehlen.
Zum Erstaunen so mancher Mitschüler kann sich Felix jedoch auch für House begeistern und ging schon des öfteren mit Dr. Snuggles auf den Dancefloors ab, darunter sogar der In-Club Tresor in Berlin.
Eine Seite von Felix, die viele nicht kennen, da für sie Angler wohl geschlechtslos sind, ist sein durchaus reges Interesse für die Weiblichkeit. Als der Sommer und Herbst ins letzte Jahr zog, hörte man in öfter von einer schwarzgelockten „Schanett“ aus Ebenhausen schwärmen. Obwohl wir alle mit ihm hof-ften, konnte er nicht ihr Herz für sich gewinnen.
So verwundert es nicht, dass er in seiner Resignation nun schon zweimal mit dem Playboy in der Schule gesichtet wurde (Lass‘ mir doch mein Spaß!) und über seinen neuerworbenen Internet-zugang gutbebilderte E-mails an seine Freunde verschickt. Einen herzlichen Dank dafür von uns.

Insgesamt wäre unser Weg zum Abi nur halb so lustig gewesen, hätten wir ihn ohne Felix gehen müssen. Er war auch immer hilfsbereit und ließ uns sämtliche Tips und Lernhilfen zukommen. Damit dieser Artikel kein falsches Licht auf Felix wirft, sollte man ihn selbst mal kennenlernen – uns war er immer ein zuverlässiger, guter Freund !


 


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felix kestler

URL: http://www.abitur98.de/kestler.htm
update: 02.02.1999
copyright 1998, 1999 by Benedikt Wahler
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Maryam Khalilian Daniela Kessler Zurück zum Inhalt



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