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Dagi
Dagmar Hammerfald
(E/Ek)
Wenn man Dagi beschreiben
will, könnte man an das Schneewittchen der 90er denken: Haare so schwarz
wie Ebenholz, Lippen so rot wie Blut (zumindest an-nähernd), Haut so weiß
wie Schnee (zumindest ursprünglich mal, jetzt besucht sie öfter das Solarium);
doch ihre Zwerge trifft sie nur jeden Montag (Gruppen leiterin
bei den Pfadfindern); ihren schönen (Ansichtssache) gepierceten Pseudoprinzen
scheint sie auch schon gefunden zu haben. Dessen Anwesenheit beanspruchte
anscheinend ihre Aufmerksamkeit so sehr, dass sich so manches Mal andere
Personen überflüssig vorkamen und schnell das Weite suchten.
Ansonsten hat sie für ihre Freunde immer ein offenes Ohr und gibt mitfühlend
und hilfsbereit gute Ratschläge. Sie ist ein sehr friedliebender Mensch
und sich mit ihr zu streiten ist schon fast eine Kunst. Dies liegt wohl
vor allem an ihrem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, ihrer Fähigkeit alles
möglichst objektiv zu beurteilen und ihren eigenen Standpunkt nicht immer
in den Vordergrund zu stellen. Den bei Mädchen im Regelfall gut ausgebildeten
Lästertrieb wußte Dagi geschickt zu verbergen. Allerdings macht es ihr
eine wahre Freude, ihre Mitmenschen zu verbessern und sie selbst sieht
es manchmal auch nur ungern ein, wenn sie Unrecht hat (das ist ja auch
eher die Ausnahme).
Auf unzähligen, meist spontan organisierten Feiern beeindruckte sie uns
mit ihren Koch-künsten, wobei sie aber genauestens darauf achtete, alle
Bananen aus ihrer Reichweite zu entfernen. Wenn ihr kleiner Liebling Stanley
(Prachtexemplar eines Chinchillas) allerdings gerne welche hätte, würde
unsere extreme Tierliebhaberin (früher hat sie sogar streng darauf geachtet,
daß niemand auf eine Ameise tritt) mit Sicherheit ihre Bananenphobie überwinden
und den Geruch ausnahmsweise
mal ertragen.
Bemerkenswert ist noch ihre künstlerische Ader, die sie uns einerseits
bei der Dekoration ihres Zimmers und anderer-seits bei der Gestaltung
von verschiedenen selbstgedrehten Filmen, Photosessions und Partydekorationen
bewies. Als gutgelauntes Norwegermädchen ist Dagi allenthalben für Verkleiden,
Schminken und Schmücken für abendliche Ex-kursionen oder nur just for
fun zu haben.
Bei ihren leider viel zu selten zustandekommenden Discotrips muß aber
HipHop auf dem Programm stehen, obwohl sie gerüchtehalber auch mal bei
einer House-Runde auf der Tanzfläche gesichtet wurde.
Obwohl Dagi sich alles 3mal überlegt, bevor sie etwas sagt oder tut, steht
es für sie nicht zur Debatte Mo-Fr „Verbotene Liebe“ zu schauen. Seitdem
hat sie es auch aufgegeben über derartige hochintellektuelle Soaps zu
läs-tern, weil sie noch dazu gemerkt hat, dass das Leben doch so zäh wie
eine Seifenoper sein kann (Jojo-effekt): denn Fortsetzung folgt.
Seit unser Nesthäkchen (bitte nicht drauf ansprechen!) auch in dem auserwählten
Kreis der Führerscheinbesitzer „verkehrt“ (häufige Frage: „Muß ich hier
eine Berganfahrt machen?“) sieht man sie immer seltener mit ihrem Schlappschritt
durch die Gegend schleichen.
Wir alle sind uns einig,
dass sie so bleiben soll, wie sie ist und hoffen auch, dass wir uns nie
aus den Augen verlieren werden!!!


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