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1. Satz: Largo
Im ruhigen 4/4-Takt genießt sie ihr Dasein am „Mittelpunkt Europas“, den
ihr geliebtes Schlimpfhof, so Katharina, bildet. Wenn sie im Gotteshaus
portamento (=getragen) den Rosenkranz vorbetet scheint das Leben dieses
braven und unscheinbaren Wesens molto (=sehr) lamentoso (=traurig).
Der Eindruck des Reinen wird durch die strikte Einhaltung der Fastenzeit
nur noch bestätigt, denn die stringendo (=drängend) Rufe des Eisverkäufers
im fortissimo, denen sie sich sonst appassionato (= leidenschaftlich)
hingibt, werden deciso (=entschlossen) zurückgewiesen.
2. Satz: Moderato
Poco piu mosso (= etwas mehr bewegt) wirkt Katharina beim näheren Hinsehen
auf ihre Zeitgenossen, denn ihr Tag ist vollgestopft mit unterschiedlichen
Klangfarben und Rhythmen. Nachdem sie ihr alltägliches Mittagsschläfchen
beendet hat, begibt sie sich animato (= belebt) vor ihr Schlagzeug und
übt risoluto (=entschlossen) für ihre Aufnahmeprüfung zum Musikstudium
in Frankfurt.
Ein paar entspannende Takte lang werden Star D(T)reck und Lindenstraße
angesehen, um sich dann con impeto (= stürmisch) mit ihrer Luxuslimousine
(Uno!!!) in den Vorort (KG) ihrer Metropole be-geben zu können. Dort haut
sie spirituoso (=feurig, belebt) auf die Timpani (= Pauken) ( im wahrsten
Sinne des Wortes!) und unter-stützt einen 50-Mann ( u. Frau) starken Bläsersatz
( Jugendmusik-korps), und das viermal in der Woche.
3.
Satz: Prestissimo
Spätestens 2 Tage vor Klausuren
bzw. 2 Wochen vor Abgabe der Facharbeit wird aus dem ruhigen, besonnenen
Mädchen ein Nervenbündel, das agitato (= aufgeregt, unruhig) alle Höhen
und Tiefen einer solch stressigen Zeit durchmacht. Ihre schwächlichen
Nerven gönnen ihr keine Ruhe, so daß sie gezwungen ist, mit Kannen voll
Kaffee aufgeputscht, al Fine (= bis zum Ende) der Nacht doch etwas zu
tun.
4. Satz: Allegro
Doch anstatt sich nach all diesem Stress auszuruhen, gestaltet
sie die darauffolgenden Nächte con fuoco (= mit Feuer). So gibt sie sich
rinforzando (= verstärkt) ihrem heißgeliebten Kreuzbergbier hin, und läßt
dann dolente (= klagend) ertönen: „Ej, mir geht’s so dreckig!“.
Doch je länger der Abend, desto piú giocosa (= lustiger) wird unsere Katharina
und holt sich impetuoso (=stürmisch) eine Abkühlung im Gartenteich.
Wir
wünschen Dir für Deine Zukunft und besonders für Dein Studium alles Gute,
und bleib so, wie Du bist!

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