BROKER'$ - die abizeitung98
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von Berlin nach... Berlin ?Berlin 1997

Kneip'-Kur und Kultour


Am Montag dem 6. Ogtober sin mir alle in zwei Busse nei mit so Busfahra, die wo fei echt nett warn drin nach Baalihn gefaan.
Der Tschonni hat gemeind, der kennd dort den Fadder von dem Jugentbergwärk am Wasser. Auf der Fahrd hats immer so gehobbelt, ich glaub die ham keine gscheiden Audobahnen da wo wir warn.
Damid’s den ganzen Mädels net so langweilig wird hat der Andi sich ganz lieb um die gekümmerd, sogar um die, die die schon nen Freund ham. Sonst is nix bassiert.
Des Jugentbergwärk war so dief im Wald, des gleich am ersten Abend der Oli nix mehr heimgfunden hat. Aber zum Glück sin der Oli und der Uli wichtig und ham so Tele-pfone für underwegs mit ohne Schnur. So kam der dann als es scho ganz dungel war wieda zurüg und der Tschonni in seim Schlafanzug mußte nix mehr aufgeregt übern Gang laufen und gans böhs sein.Tchloss Sangsusi
Und weil der wollde, das wir was sehen sin mir am Dienstach nach Potsdam gefahn. Zuerst is die Karin bei so nem Schloß in den Blumen rumge-trambelt und wir sin gans oft fodokraphiert worn, und dann in die Stadt. Da hat uns dann der Klaus alles gans genau erglährt und am Ende der Woche ham n baar gemeint, „der muss weg, weil der weiß zufiel“. Wir ham uns auch nochn anderes Schloß angeguggt, da wo ma ne Susi gesungen hat, so hieß des nämlich: Sangsusi.
noch so'n Stein-Ding - für was das wohl gut war?In Berlin warn wir sogar in m Haufen Museums. In einem gabs Wogmäns und viele nagde Menschen aus Stein... ich glaub die warn aus der Steinzeit. In nem anderen standen lauter Bohde und Hüdden und Töbfe rum, aber Tobfklobfen war verboden, des Dollste an dem Museum war wie der Benji schonglierd hat, ob-wohl der Geburdsdach hatte.
In so ner Kirche, wo der Nico und der Axel um, die Wette ge-predigt ham war auch `ne Ausstellung wo lauter Pubben rumge-stellt warn. Da liefen auch viele Färnseha, aber keiner hat zuge-guggt. Eins warn richdiges Museum, da hingen Bilder. Aber des muss wohl n Kindermuseum gewesen sein, weil da war so Lauta so altes Zeugs gab's da!Zeug wie der Axel immer mald. Vorher hat die Gerhild und die Karin gsacht ghabt, des wir unbedinkt jeder in zwei so Sachen wo Leute singen oder hübfen reingehn müsen. Des ham die fei in Echd gemeind.
Naja, hammer uns hald wie die Grohsen angezogen -der Benny sogar mit Grawadde- und sin hald nei-gegangen. Aber des wars auch schon middm Spaß.



Nun ja, räusper,
dar trivialen Er-
unsere ach so
stufenbetreuer
Neue nicht ver-
lag es einmal
Brandenburger Tor :  Tor zu den emerging "liquid" markets ! :-)nach diesen lapi-
eignissen, die sich
kindischen Kolleg-
jedes Jahr auf’s
kneifen können, ob-
mehr den Kollegia-

ten das Bildungsziel dieser Studienfahrt zu realisieren. Um dem Anspruch an uns Abiturienten als geistige Elite Deutschlands und künftige Speerspitzen der deu-tschen Wirtschaft gerecht zu werden, schrieb sich ein großer Teil des Jahrgangs für das praxisorientierte Seminar „Marktmechanismen angewandt: Angebot & Nach-frage“ an der wohl etabliertesten Börse der Hauptstadt neben der Oranienburger Fleischbörse ein.
reges Handelsgeschehen in der BierBörseIn den überdurchschnittlich stark frequen-tierten Vorlesungen am Mittwoch, Freitag & Samstag schloßen wir auf dem Parkett schnell handelspolitisch günstige Verbindungen, die uns mit Insidergeschäften berauschende An-lagemöglichkeiten eröffneten und umwerfen-de Erfolge bescherten (Uwe sei Dank für seine Markteinschätzungen).
Ein extraordinär effektives Instrument zur Marktanalyse repräsentierte der DBBIX (Deutscher BierBörsen Index), der von den Größen der deutschen Brauindustrie dominiert wird: Paulaner, KöPi, Diebels, DAB...

Die Buchführungsabteilung unter Christian H. entlarvte einige Mängel in der korrek-ten Abhandlung vieler Transaktionen verschiedenster Broker, so daß schließlich Zahlungsrückstände durch zinslose Fremdfinanzierung gedeckt werden mußten. Vom bisher unerkundeten Betätigungsfeld des Börsenhandels fasziniert investierten einige ambitionierte Jungbroker über ihre Liquiditäts-aufnahme-kapazitäten.
Ein in Börsenkreisen noch wenig bekannter Knaabe erlitt seinen Börsencrash gleich auf dem Parkett und tat seinen Frust der Spree kund, während er sich seine Investi-tion nochmal durch den Kopf gehen ließ. Ähnlichen Fehlspekulation fielen insbeson-dere bisher unscheinbare Händler zum Opfer, die für ein äußerst begrenztes Anla-gerisiko bekannt waren; sie zogen sich schnell aus dem aktiven Handel zurück.
Checkpoint Charlie - unser REndezvous mit der Geschichte
Die Hektik des Marktgeschehens brachte vie-le Börsianer um ihren Orientierungssinn, wes-halb diese eine ungeahnte Kreativität bei der Wahl ihrer Beförderungsmittel zurück zu un-serer Residenz entwickelten.
Andere, glücklich die S-Bahn erhascht zu ha-ben, stimmten zur Freude über erfolgreiche Geschäftsabschlüsse eine wohlbekannte Heimatmelodie an, um die Eingeborenen an ihrer Freude teilhaben zu lassen.
Ein anderer de(s)orientierter Yuppie, der doch noch rechtzeitig zur Busabfahrt er-schien, beherzigte Jürgens wiederholte Bitten, zur Reinhaltung seines „Wohnzim-mers“ den Abfalleimer zu benutzen.

So manche Spekulanten nahmen die Talfahrt des DBBIX etwas zu wörtlichSchnell kristallisierte sich auch eines heraus: den klein-sten gemeinsamen Nenner aller möglichen Aktivitäten und gleichzeitig das größte kulinarisch-kulturelle Erlebnis stellte der Verzehr eines ausgewogenen, gesunden (laut McDonald’s Nährwertbroschüren) Nachtmahls einer inter-national renommierten Restaurantkette dar, weshalb sich auch alle Johanniter immer gegen zwölf zu einer Neuinszenierung der Kinder vom Bahnhof Zoo einfanden.
Bei günstigen Windverhältnissen konnte man sobald man Johnny Benzol roch davon ausgehen, daß doch noch genügend Zeit für ein BigMäc-Menü war.
Manchmal verzögerte sich die Abfahrt allerdings noch um ein MaxiSpar-Menü, da Renate S. versuchte ihre bis-her niedrigen Fehlquoten zu kompensieren.
Einzig einige kosmopolitisch angehauchte Kollegiaten wagten sich in die Welt des Kuhfladens nahöstlicher Küche vor, die in unserer Heimat durch einen mediterranen Monopolisten beherrscht wird. In der zweitgrößten Stadt der Türkei herrscht jedoch ein ganz anderes Preisgefüge, das dem risikofreudigen Gourmet neue Dönerdimen-sionen eröffnete.



Weil wir ja selba aus voll dem Kurdorf kommen, da hab isch doch gleich jesacht, hey Alter, hier is voll das Ku’dorf, voll die Wumme von Disco, hey boah müss’n wer rein!
Der Jojo gleich ma voll stylish, abba kommt da der Gorilla von Türsteher un sach: „So nich!“. Und dat bloß wegen som bißchen CS-Gas und ´n Brotmessa, voll krass! Naja, ham wer dann ins „Auto“ jebracht... also fett!
Wir auf jeden Fall voll an dem Typen vorbeijezischt und nix wie rin. Abba irgend-wie war’s am Ballermann orgenaler! Hey boah, ha, wir uns sowas von ‘ie ey, der Andy voll krass die Mädels platt gemachtSeiten jehalten als dann plötzlich der Jojo und der Benny voll abjehottet auf der Tanzfläche.
Hey und die Mucken, von wegen Ines und Sa-brina, voll die Kante jegeben mit Schampus. Und, ha, Alter, fängt die plötzlich an Spanisch zu lallen, hey boah ey. Dat is mein Ernst, lach isch oder was?!
Und der Jürgen, unser Schauför, hier voll mit-gebechert und mit ner BurgerKing Krone abje-rockt, ultra-korrekt der Mann, ey.

Voll korrekt der alte Schiller...Und weil wer abends um 12 daheim sein muß- ten, als wär`n wer hier im Kinergarten, ham wer imma mi`m Jürgen im Bus weiterjefeiert - bis ultimo, aber volle Hotte.
Am Samstach abend Johann ma einen auf läs-sisch gemacht und uns jesacht, wir können die janze Nacht einen Ballern jen, escht korrekt der Alte.
Wir erst ma wieda rin in ne Bierbörse und uns mit Uwe einen hinter die Binde jekippt un` dann jegen Frühschicht ab in ´ne Disse und auf der single-Party die Schnallen anjebaggert.
Nur der Benny und den Kestla hat's in irgendso'nen Szene-Schuppen verschlajen, irgendwas mit Schatzkiste oder so hieß der - voll die krassen Raver, Das Hard-Rock-Cafe': einer der beliebten Sündepfuhleecht ab-gespacet!



Nachdem auch die letzten Alkohol- und Tanzzombies mit ein-setzendem Vogelgezwitscher am Nordufer strandeten, kon-nten wir alle mehr oder weniger nach dem Frühstück gestärkt, augenberingt die zwei „Tanzbusse“ besteigen.
Schnell bemächtigte sich die kleine, radikale Schlagerfront der akkustischen Schaltzentrale in dem Bus, und kotzte durch ihren Egoismus, angeführt von einer „eingebildeten Kuh“ so manche an.
Grossbaustelle PotsDaimler Platz
Von diesen unnötigen, lautstark ausgetragenen Differ-enzen abgesehen, können wir auf eine Woche kultureller Leckerbißen, in allen Geschmacksrichtungen, die von allen gerne angenommen wurden, zurückblicken.
Der fabelhaften Betreuung durch Frau Ahnert und Frau Neumann, sowie der, jeden Grosch einschüchternden Geschichtskenntnisse Herrn Kriegs, denen wir aufmerk-sam lauschten, gebührt unser Lob und unser Dank.
Ein großes Dankeschön geht auch an unsere beiden Busfahrer, Thomas und Jürgen, die uns sicher durch den Metropolenverkehr schaukelten.



Sehr geehrter Herr Kröner, auch wenn wir sie erst zum Schluß nennen, gilt Ihnen unser größter Dank, für Ihre große Geduld, die Sie Vermißten, Verplanten und scheinbar unter die Räuber gefallenen entgegenbrachten. Diese Gutmütigkeit, Ihre Berlinerfahrung und Ihre alles lauscht Herrn Kriegs Ausführungenminutiös ausge-klügelte Reiseplanung ermöglichten uns eine unvergeßliche Woche in Berlin.

Um unseren vollgestopften Terminplan nachvollziehen zu können hier einer kleiner Auszug für alle Unbeteiligten:


18.00:--------- Rückkunft am Nordufer
18.00-18.10: Duschen, Haarewaschen, Legen und Fönen
18.10-18.15: Abendessen
18.15-18.25: Anziehen, Zähneputzen, Schminken, Einduften
18.25-18.30: Schnell noch ´n Bier und/oder ´ne Zigarette
18.30:--------- Abfahrt
18.30-19.00: Schülerabwurf an Deutscher Staatsoper, Deutschem Theater,
---------------------Komischer Oper, Theater des Westens, etc.


Dankeschön Ihre beste K13 aller Zeiten
was soll man da noch sagen - wir halt, die beste K13 aller Zeiten !

 


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berlin-fahrt 1997

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update: 02.02.1999
copyright 1998, 1999 by Benedikt Wahler
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