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Achtung! - Die Autobahn 65 gab es 1945 noch nicht!
Ich weiß heute, daß der Unteroffizier mit den jungen Soldaten fliehen wollte! Er hatte die aussichtlose Lage offenbar erkannt! Die Soldatengruppe hat er bis zum Dorf Eisen so geschickt geführt, daß sie weder bewohnte Orte, noch mit US-Soldaten zusammengetroffen sind. Auch deutsche Soldaten der Kampfgruppe von Hobe haben sie offenbar nicht getroffen. Diese Kampfgruppe wurden zu dieser Zeit (um die Mittagszeit am 17.3.45) bei dem Dorf Muhl hart von den US Soldaten des 3. Battailon des 302. Inf.Reg./94. US Inf. Div. bedrängt.
(Siehe --> Lageskizze des deutschen LXXX. Armee Korps unten links).



Die Kampfgruppe von Hobe war der Rest der 79. VGD, der zu dieser Zeit der 256. VGD unterstellt war und an deren linken (südlichem) Flügel bis zur Landstraße Eisen - Birkenfeld kämpfte. Der Westwallbunker in dem wir uns versteckt hatten, lag etwas südlich der Landstraße, in der Spitze eines Hügels. Auf der Karte ist der Hügel, am östlichen Rand des Dorfes Eisen mit einer rote 6,5 eingezeichnet. (Damit lag der Bunker bereits im Bereich der deutschen 2. Gebirgsdivision. Sie war rechte Flügeldivision des deutschen LXXXII. Armee Korps.)

Vor "unserem" Bunker machte der Unteroffizier mit den restlichen Soldaten nach dem Schusswechsel an der Landstraße nach Birkenfeld am Bauernhaus Kunz Rast! - Die US-Soldaten konnten ja nicht wissen, daß die deutschen Soldaten nicht mehr kämpfen wollten. Da sie sich aber auch nicht ergaben, sondern flohen, endete der Schusswechsel für den unbekannten Artillerie-Obergefreite auf dem Feld zwischen Landstraße und dem Eisbach tragisch.


(General-Leutnant Cord von Hobe war Führer der 79. VGD (auch Kampfgruppe von Hobe genannt). - Er stammte aus Schleswig-Holstein und war später Nato-Genaral.